Finanztitel unter Druck
Gestern gab es an den europäischen Börsen (fast) nur eine Richtung: abwärts!
Das die Sorge vor eine schweren Krise am US-Immobilienmarkt auch die europäischen
Finanztitel erreicht hat, lässt sich an den Kurstafeln deutlich ablesen.
Die Banken stehen mit Tagesverlusten von teilweise über 5% an der Spitze der
Verliererlisten. Zu den wenigen deutlichen Kursgewinnern zählten diesseits des
Atlantiks die Aktien von Carrefour, die von Spekulationen um einen Einstieg der
indischen Reliance Industries profitierten. Als in Euroland die Bücher bereits
geschlossen waren, drehten die anfangs ebenfalls schwachen US-Börsen ins
Plus. Ein Index-Stand des Dow Jones von unter 12.000 Punkten wurde von vielen
Akteuren offensichtlich als Einstiegsgelegenheit gesehen. Top-Performer im
Dow Jones war Microsoft, die von der Übernahme von Tellme Networks profitierten.
Auf der anderen Seite wurden die Zahlen von GM trotz der Rückkehr in
die Gewinnzone mit Enttäuschung aufgenommen. Der Nikkei 225 zeigt mit einem
Plus von gut 1% heute Morgen ebenfalls Erholungstendenzen. Damit sind
die Vorgaben für einen freundlichen Handelsstart gut. Der vorbörsliche Handel
bestätigt diese Erwartung.
Konjunktur und Zinsen
Bedingt durch die Kursturbulenzen an den Aktienmärkten bleiben Umschichtungen
zwischen Aktien, Geldmarktinstrumenten und Staatsanleihen weiter die
Triebfeder für die Entwicklung an den Rentenmärkten. Mit ersten Gewinnmitnahmen
am US-Staatsanleihemarkt hat das Pendel gestern begonnen, zurück
zu schlagen. Und die Kurserholungen an den Aktienmärkten in Fernost heute
früh lassen auch für den europäischen Rentenhandel erste moderate Gewinnmitnahmen
und eine leichtere Tagestendenz erwarten.
Heute im Blickpunkt
Bei der Opec steht heute die Veröffentlichung des Ölmarkt-Monatsberichts im
Rahmen des Ministertreffens an. Mit Unternehmenszahlen werden unter anderem
Altana, Bayer, Celesio, K&S und Prudential auf.
Der EURO STOXX 50 musste in den letzten drei Tagen wieder deutlich Federn
lassen. Der gestrige schwarze Block (Kerze ohne Docht) verheißt nichts Gutes.
Zudem wurde erstmals seit August die 200-Tage-Linie unterschritten. Das Erreichen
des unteren Bollinger-Bandes sowie der RSI zeigen aber ein kurzfristig
überverkauftes Niveau an, was eine technische Gegenbewegung erwarten
lässt. Danach sind aber weitere Rückschläge zu erwarten.
Pressekonferenzen 12. März 2007 (IfW-Konjunkturprognose für März) 23. November 2006 (Ifo-Geschäftsklima-Index für November) 12. Oktober 2001 (Einzelhandelsumsätze für August) 11. September 2001 (Handelsbilanz für Juli)
Wirtschaftsdaten 04. Oktober 2010 (Pkw-Neuzulassungen für September) 04. Oktober 2010 (sentix Konjunkturindex für Oktober) 04. Oktober 2010 (Konjunkturprognose 2011) 17. September 2010 (Erzeugerpreise für August) 15. September 2010 (Konjunkturprognose) 15. September 2010 (Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe für Juli) 14. September 2010 (ZEW Konjunkturerwartungen für September) 14. September 2010 (Großhandelspreise für August) 10. August 2010 (Großhandelspreise für Juli) 10. August 2010 (Verbraucherpreise für Juli)