04. Dezember 2007, 11:41
Deutschland/Europa Die europäischen Börsen haben zu Wochenbeginn nach
den kräftigen Kursgewinnen der Vorwoche leichter geschlossen.
Etwas Unterstützung erhielt der Markt durch
neue Ereignisse im Bereich Übernahmen. Hauptschauplatz
war dieses Mal aber der MDAX. Hier gewann die
Aktie von AWD 28% auf 29,36 EUR, nachdem Swiss Life
30 EUR je Aktie und damit einen Aufschlag von 30%
geboten hatte. Die Titel des Wettbewerbers MLP folgten
mit einem Plus von 11,6% auf 11,03 EUR. Bei adidas
wurden vage Übernahmespekulationen als Grund für den
Aufschlag von 1,5% auf 46,15 EUR genannt. Gleiches
galt für SAP, die 1,3% auf 35,40 EUR gewannen. Ansonsten
waren Nachzügler oder stark verfallene Titel wie
z.B. Hypo Real Estate (+2,1% auf 37,00 EUR) und Henkel
(+1,1% auf 38,19 EUR) stärker gesucht. Dagegen
kam es bei der Deutschen Börse zu Gewinnmitnahmen
(-2,9% auf 124,56 EUR).
USA/Welt Die amerikanischen Aktienmärkte schlossen zu Wochenbeginn
leichter. Erneut belasteten Sorgen, wonach die
US-Konjunktur erstmal langsamer wachsen dürfte. Dies
ist zwar nichts Neues, aber der ISM, der sich weiter nur
knapp oberhalb der 50-iger Linie befindet, verstärkte
diese Ängste. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe
fiel zwar mit einem Niveau von 50,8 für November
etwas höher als erwartet aus, doch lag der Wert unter
dem des Vormonats (50,9). Doch vor allem erhielt die
Angst vor einer Verschärfung der Kreditkrise und Liquiditätsengpässen
neue Nahrung, da die Ratingagentur Moody
´s am Wochenende strukturierte Produkte im Volumen
von mehr als 100 Mrd. USD heruntergestuft hatte. Ein
großer Teil der Zweckgesellschaften, die diese Produkte
halten, wird bekanntlich von der Citigroup gesponsert. Die
Aktie der Citigroup fiel um 0,7% auf 33,06 USD. Andere
Finanzwerte standen aber stärker unter Druck, nachdem
US-Finanzminister Paulson die Hoffnung auf staatliche
Hilfen für zahlungsunfähige Hypothekenschuldner und
damit auf ein rasches Ende der Kreditkrise etwas gedämpft
hatte. Bear Stearns z.B. verloren 1,3% auf 98,40
USD und Freddie Mac 4,4% auf 33,53 USD.
|