14. Mai 2009, 12:17
Deutschland/Europa Der DAX schloss gestern 2,6% tiefer, gedrückt von Ge-winnmitnahmen vor allem bei den Finanzwerten. Allianz büßten nach der Vorlage der endgültigen Quartalszahlen 7,8% ein. Die Aktien der Commerzbank gingen um 11,6% zurück, Deutsche Postbank verbilligten sich um 7,6%, die Deutsche Bank um -5,5%. Auch Automobil- und Indust-riewerte wurden verkauft: BMW verloren 4,5% und Daim-ler 3,7%. MAN fielen um 3,4% zurück und Siemens ver-billigten sich um 4,5%. Als weniger konjunkturabhängig geltende Aktien wie Deutsche Telekom, Fresenius Medi-cal Care und Fresenius schlossen hingegen mit Kursge-winnen.
USA/Welt Der Dow Jones gab gestern nach und beendete den Handel 2,2% tiefer. Dabei belasteten Meldungen von der Konjunkturseite: Die US-Einzelhandelsumsätze waren überraschend gesunken. Aktien des US-Chipkonzerns Intel standen im Anlegerfokus. Das Unternehmen wurde von der EU zu einer milliardenschweren Strafzahlung verurteilt. Nach acht Jahren Ermittlungen wurde festge-stellt, dass der Konzern seine marktbeherrschende Stel-lung gegenüber dem Hauptkonkurrenten AMD ausgenutzt und Händlern illegale Rabatte gewährt hat. Die Aktie hielt sich jedoch mit einem geringen Minus von 0,5% recht stabil. Die Titel der Bank of America führten mit einem Minus von 10,2% die Verliererliste an, nachdem das Institut einen Anteil an der China Construction Bank ver-kauft hatte. Auch andere Finanztitel gerieten unter Druck: Citigroup fielen um 6,8% und American Express um 5,3%. Die Börsen in Japan (Nikkei 225: -2,6%) beendeten den Handel ebenfalls mit einem deutlichen Minus.
Ausblick Am heutigen Handelstag stehen zwei DAX-Unternehmen mit ihren Quartalsberichten ebenso wie die Veröffentli-chung des Konjunkturberichtes der EZB im Fokus. Wir gehen von einer schwächeren DAX-Entwicklung im Ta-gesverlauf aus, wobei das 4.700 Punkte-Niveau zum Handelsschluss unterschritten werden dürfte.
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