30. Juni 2009, 12:46
Deutschland/Europa Der deutsche Aktienmarkt startete die neue Börsenwoche
mit deutlichen Gewinnen (DAX: +2,3%). Die Aktien der
Deutsche Telekom (+2,5%) profitierten von Hoffnungen,
dass der britische Mobilfunkbetreiber Vodafone Group an
der britischen T-Mobile-Tochter interessiert sein könnte.
Damit wäre man das Sorgenkind los, wenngleich kartellrechtliche
Fragen noch geklärt werden müssten. Die VWStammaktien
büßten 0,7% ein und die Porsche-Titel
gewannen 2,1%. Die gemeinsame Zukunft der zwei Autohersteller
wird immer fraglicher. Ein Angebot aus Wolfsburg,
für über 4 Milliarden knapp die Hälfte der Porsche
AG zu übernehmen, schlugen die Stuttgarter gestern aus.
USA/Welt Der Dow Jones konnte im gestrigen Handel ebenfalls
zulegen (+1,1%). Mangels Unternehmens- sowie Wirtschaftsdaten
rückten die Aussagen der International
Energy Agency (IEA) in den Vordergrund. Man geht im
Zusammenhang mit den Auswirkungen der weltweiten
Wirtschaftskrise von einer verhaltenen Nachfrage nach Öl
für die kommenden Jahre aus. Die jährliche Ölnachfrage
sollte ab dem Jahr 2009 lediglich um 0,4 bis 1,4% zulegen.
Der Ölpreis war gestern aufgrund der unsicheren
politischen Lage in Nigeria indes angestiegen (+2,4%).
Da Nigeria der größte Ölförderer Afrikas ist, haben Anschläge
auf Förderanlagen in den vergangenen Tagen
Nachschubsorgen hervorgerufen. Exxon Mobil und Chevron
zählten entsprechend zu den Tagesgewinnern
(+2,2% bzw. +1,4%). Auf der Verliererseite stand Alcoa,
die nach einem negativen Analystenkommentar um 3,0%
nachgab. Der Nikkei 225 stieg um 1,8%.
Ausblick Mehrere Konjunkturdaten aus Europa und Übersee sollten
den heutigen Handelstag bestimmen. Da sie überwiegend
unverändert ausfallen dürften, gehen wir per
Saldo von eher nur geringfügigen DAX-Bewegungen aus.
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