18. August 2009, 12:14
Deutschland/Europa Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenstart unter
kräftigen Gewinnmitnahmen gelitten (DAX: -2,0%). Die
Stammaktien von VW verloren den zweiten Handelstag in
Folge sehr stark. Der Absatz der Wolfsburger stieg zwar
im Juli dank der Subventionen für Neuwagenkäufer entgegen
dem Markttrend um 6,7%. Die VW-Stämme verloren
jedoch knapp 10,0%. Die Porsche-Aktien zogen um
3,0% an. Aufgrund der bei den Anlegern stärker in den
Vordergrund getretenen Wachstumssorgen wurden vor
allem die zyklischen Werte wie Automobile und auch
Maschinenbautitel abgegeben. Daimler verloren 3,3% und
MAN 3,1%. Schwach tendierten auch Hannover Rück
(-4,7%), bedingt durch Spekulationen, dass sie im September
den Platz im DAX an Infineon verlieren könnten.
USA/Welt Der Dow Jones rutschte gestern um 2,0% ab. Auch der
gestiegene New York Empire State Index konnte dem
nicht entgegenwirken. Überdurchschnittlich hohe Kursverluste
verzeichneten zyklische Werte und Finanzunternehmen.
Schwächster Wert war die Alcoa-Aktie, die um
6,5% fiel. Die Papiere des Aluminiumkonzerns litten unter
den Preisrückgängen bei Rohstoffen. Caterpillar verloren
4,5%, Home Depot gaben um 3,8% nach. Auch bei den
Bankenwerten wurden Gewinne mitgenommen. Bank of
America büßten 4,8% ein und J.P. Morgan 4,1%. In dem
schwachen Umfeld fielen nur die Aktien von Unternehmen
aus dem Gesundheitswesen positiv auf. Am Aktienmarkt
in Japan gingen die Gewinnmitnahmen zunächst ebenfalls
weiter. Der Nikkei 225 konnte sich jedoch zum Schluss
leicht um 0,2% ins Positive hieven.
Ausblick Im Fokus der Anleger wird der am Vormittag zur Veröffentlichung
anstehende deutsche ZEW-Konjunkturindex
stehen. Am Nachmittag werden dann weitere Impulse von
Konjunkturseite aus den USA erwartet, wie etwa der Erzeugerpreisindex
sowie die Wohnbaubeginne. Per Saldo
gehen wir von einer im Laufe des Vormittages etwas festeren
DAX-Entwicklung aus.
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