24. September 2009, 12:32
Deutschland/Europa Der deutsche Aktienmarkt hat gestern mit leichten Verlusten
(DAX: -0,1%) geschlossen. Bei Merck kamen gegensätzliche
Meldungen bzgl. Studiendaten zu seinem wichtigen
Umsatzträger Erbitux. Während Merck selbst Studienergebnisse
vorlegte, wonach die Hinzugabe von Erbitux
die Gesamtüberlebenszeit von Darmkrebspatienten signifikant
verlängere, konnte die Arznei laut einer Studie des
britischen Medical Research Council nicht mit einer Verlängerung
des Gesamtüberlebens punkten. Die Aktien
von Merck gingen per Saldo mit einem Minus von 2,6%
aus dem Handel. Auch die Autotitel gaben deutlich nach.
BMW verloren 2,2%, Volkswagen 2,2% und Daimler-
Papiere sanken um 0,8%. Infineon setzten ihren positiven
Trend seit der Wiederaufnahme im DAX fort und kletterten
mit einem Plus von 2,5% an die Indexspitze.
USA/Welt Die US-Börsen haben sich ebenfalls schwächer entwickelt
(Dow Jones: -0,8%). Die US-Notenbank hat, wie bereits
erwartet, den Leitzins unverändert belassen. Es sei noch
für einen geraumen Zeitraum mit einem "außerordentlich
niedrigen" Zinssatz zu rechnen. Hinzu kamen verhalten
positive Aussagen bzgl. einer leichten Entspannung der
wirtschaftlichen Lage. Auch wurde darauf hingewiesen,
dass die Wirtschaftsaktivitäten wieder zugenommen und
sich bessere Bedingungen auf den Finanzmärkten eingestellt
haben. Der starke Anstieg der Benzinvorräte brachte
den Ölpreis (-4,2%) unter Druck. Die Aktien von Chevron
verloren 1,7%, für ExxonMobil ging es um 1,2% nach
unten. Gegen den Trend positiv entwickelte sich der Nikkei
225 (+1,7%), der auch feiertagsbedingt drei Handelstage
nachzuholen hatte.
Ausblick Am heutigen Handelstag stehen mehrere wichtige Konjunkturdaten
an. Heute und morgen findet zudem der 3.
Weltfinanzgipfel der Staats- und Regierungschefs der
führenden Industrie- und Schwellenländer (G 20) in Pittsburgh/
USA statt. Für den DAX gehen wir von einer
schwächeren Tendenz aus.
|