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28. Mai 2003, 12:49

Aktueller Trend in Deutschland/Europa: Günstig bewertete Titel kaufen.

Überraschend gut ausgefallene Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen im Mai bescherten dem deutschen Standardwerte-Index DAX gestern eine Schlussrallye. Das Marktbarometer verbesserte sich um 1,60 % auf 2.873,60 Punkte. Im vorangegangenen Handelsverlauf wurde der Index von der rasanten Aufwertung des Euro belastet, dessen Wert zeitweise auf über 1,19 US-Dollar anstieg.

Die Gewinnerseite führte der Chiphersteller Infineon mit einem Aufschlag von 4,75 % auf 6,84 Euro an. Die ehemalige Siemenstochter profitierte von den positiven Vorgaben seitens der US-Technologiebörse. Zudem wurde bekannt gegeben, dass sich Preise für Mikrochips wieder im Aufschwung befinden. Der Titel des Mutterkonzerns erholte sich um 2,20 % auf 39,54 Euro. Den zweiten Platz belegte mit einem Plus von 4,22 % auf 13,57 Euro das Papier des Mischkonzerns MAN. Münchener Rück-Aktien verbesserten sich um 3,62 % auf 84,35 Euro, während die Aktie des Chemiekonzerns BASF um 2,64 % auf 34,99 Euro zulegte.

Ganz oben auf der Verkaufsliste stand mit einem Verlust von 2,76 % auf 10,55 Euro das Papier von MLP. Der Finanzdienstleister musste einen enttäuschend starken Gewinneinbruch bekannt geben. Analysten bezweifeln nun, dass MLP seine Gewinnprognosen für 2003 erfüllen wird. Zu den Tagesverlierern zählten des Weiteren die Aktie der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank mit einem Minus von 1,41 % auf 11,21 Euro, während Lufthansa-Papiere um 1,25 % auf 8,66 Euro nachgaben.

Aktueller Trend TecDax: Günstig bewertete, solide Werte kaufen.

Der deutsche Wachstumswerte-Index TecDAX kletterte gestern im Sog einer sich verbessernden US-Konjunkturstimmung um 0,27 % auf 385,70 Punkte.

Zu den größten Tagesgewinnern zählten vor allem Werte aus der Halbleiterbranche. Der Titel des Herstellers von Halbleiterprodukten Kontron sprang um 8,68 % auf 3,63 Euro. Die Aktie des Produzenten von elektronischen Bauelementen Epcos legte um 4 % auf 10,92 Euro zu. Der Wert von Elmos Semiconductor verbesserte sich um 3,81 % auf 7,09 Euro. Die Anteilscheine von Wedeco, einem Hersteller von Wassersäuberungsanlagen, erholten sich um 2,00 % auf 10,20 Euro.

Die Verliererseite führte der Titel des Windenergieanlagen-Bauers Nordex mit einem Kursverlust von 11,30 % auf 1,02 Euro an. Die Aktie des Biotechnologieunternehmens GPC Biotech korrigierte nach den starken Vortagesgewinnen mit einem Minus von 3,68 % auf 5,76 Euro. Die Anteilscheine der beiden Indexschwergewichte T-Online und Qiagen verloren um 1,25 % auf 7,12 Euro bzw. um 1,20 % auf 7,39 Euro.

Aktueller Trend in USA: Günstig bewertete Titel kaufen.

Die amerikanischen Aktienbörsen schlossen gestern einheitlich mit Kursgewinnen. Der Anstieg des US-Verbrauchervertrauens im Mai von 81,0 auf 83,8 Punkte sorgte unter den Marktteilnehmern für neue Hoffnungen auf eine Erholung der weltweit führenden Wirtschaft. Zudem profitierten die Börsen von der stärker als erwartet angestiegenen Verkaufszahl bestehender Häuser im April. Der Dow Jones Industrial Average erholte sich um 2,09 % auf 8.781,35 Zähler, während der breiter gefasste S&P 500 um 1,96 % auf 951,48 Punkte zulegte. Der Nasdaq Composite kletterte um 3,09 % auf 1.556,69 Stellen.

Zu den Tagesgewinnern zählten in erster Linie Hochtechnologiewerte. Microsoft-Papiere verteuerten sich um 2,35 % auf 24,79 US-Dollar, während die Anteilscheine des weltweit führenden Chipherstellers Intel um 5,16 % auf 19,78 US-Dollar zulegten. Auch andere Aktien aus der stark gebeutelten Halbleiterbranche waren wieder gefragt. So erholten sich die Papiere des Chipherstellers AMD um 4,20 % auf 7,20 US-Dollar. Die Titel von National Semiconductor gewannen um 4,81 % auf 23,51 US-Dollar, während Micron Technology-Aktien um 9,67 % auf 11,00 US-Dollar zulegten.

Zu den Tagesverlierern gehörte nach Herabstufung seitens einer Großbank der Titel des Telekomkonzerns AT&T mit einem Minus von 1,77 % auf 18,91 US-Dollar. Boeing-Papiere tendierten um 0,30 % auf 29,00 US-Dollar leichter.

Am Rentenmarkt fielen die richtungsweisenden Staatsanleihen mit dreißig Jahren Laufzeit um 1,99 % auf 115-23. Die Rendite kletterte damit auf 4,38 %.

Aktueller Trend in Asien/Japan: Untergewichten.

Der japanische Börsenindex Nikkei 225 schloss heute Morgen mit einem Plus von 1,40 % auf 8.234,18 Punkte. Auch hier hellte sich nach der Veröffentlichung positiver US-Konjunkturdaten die Stimmung unter den Marktteilnehmern auf. Zu den Tagesgewinnern zählten vor allem führende Exportwerte, die von der Nachfrage nach heimischen Produkten in den USA verstärkt abhängig sind. Außerdem sank die Kaufkraft des Yen gegenüber dem US-Dollar, wodurch die Auslandsnachfrage nach japanischen Gütern gesteigert wird. Die Aktie des führenden Herstellers von Bürogeräten Canon zog um 1,3 % auf 4.800 Yen an. Die exportlastigen Automobilwerte zählten ebenfalls zu den Tagesgewinnern. Die Aktie von Nissan verteuerte sich um 2,6 % auf 898 Yen. Die Papiere von Toyota tendierten um 0,2 % auf 2.640 Yen fester. Die Aktie des Halbleiterherstellers Tokyo Electron steigerte sich um 4,4 % auf 4.740 Yen.

Auf der Verliererseite standen Werte aus der Telekombranche. Nach Börsenschluss liess Japan Telecom, eine Geschäftseinheit der Vodafone Group, wissen, dass sie ihre Gewinnprognosen für das laufende Fiskaljahr um 22 % gesenkt hat. Gründe dafür sind ein wachsender Wettbewerb im audiovisuellen Mobilfunkmarkt sowie Investitionskosten für den Aufbau eines neuen Netzwerkes. Die Aktie von Japan Telecom verlor um 11,99 % auf 323.000 Yen.

Aktueller Trend Bond-Märkte: Zinsen steigen.

Aktueller Trend Euro: kurzfristig seitwärts, mittelfristig fallend.




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