Erneut aufkommende Sorgen um die weltweite Konjunkturentwicklung haben am Dienstag die amerikanischen Aktienmärkte belastet. Schwache Daten zum Verbrauchervertrauen in den USA, enttäuschende Wirtschaftsdaten aus Japan und die Unsicherheit über fiskalpolitische Bremsmaßnahmen in China und Indien belasteten die Stimmung ebenso wie Sorgen in Europa über das Auslaufen eines Jahrestenders der Europäischen Zentralbank zum Monatsende. So sank der Index des US-Verbrauchervertrauens unerwartet deutlich auf 52,9 Punkte, nach revidiert 62,7 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten zuvor nur einem leichten Rückgang auf einen Wert von 62,0 Punkten prognostiziert. Auch die veröffentlichten Daten vom Immobilienmarkt können die Stimmung nicht heben. Die US-Häuserpreise sind im April leicht angestiegen. Die negativ aufgenommene Bilanzvorlage ließ die Aktien von Micron Technology um mehr als 13 Prozent abstürzen. Der größte amerikanische Speicherchipverkäufer übertraf zwar mit seinen Zahlen zum dritten Quartal die Erwartungen der Analysten, allerdings fiel der Ausblick enttäuschend aus. Die Anteilsscheine der Citigroup waren nach einem Kurssturz kurzzeitig von Handel ausgesetzt worden und schlossen letztlich knapp 7 Prozent schwächer. Der Suchmaschinenbetreiber Google will sein Geschäft in China mit einem erneuten Schachzug retten. Im monatelangen Streit mit der Regierung in Peking über Zensur und Einflussnahme kommt der Internetkonzern deshalb den Behörden etwas entgegen und beendet die monierte automatische Weiterleitung bei seiner Suchmaschine von China ins freiere Hongkong. Trotz der negativen Stimmung war der erste Börsengang eines amerikanischen Automobilherstellers seit mehr als einem halben Jahrhundert ein voller Erfolg. Die Aktien von Tesla Motors verbuchten deutliche Kursgewinne. Der Technologiekonzern Cisco Systems hat die Einführung eines eigenen Tablet-PCs angekündigt. Massiv unter Druck standen die Papiere von Barnes & Noble, die um 19 Prozent einbrachen. Der größte Buchhändler der Welt gab bekannt, dass er im vierten Quartal trotz gestiegener Umsätze einen deutlich höheren Verlust ausweisen musste. Trotz einer zwischenzeitlichen Stabilisierung gingen die Indizes in der Nähe ihrer Tagestiefs mit deutlichen Verlusten aus dem Handel.
Geschäftszahlen 17. November 2009 (Industrieproduktion für Oktober)
Pressekonferenzen 28. November 2007 (Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Oktober) 02. Oktober 2001 (Sitzung der Notenbank)
Wirtschaftsdaten 04. Oktober 2010 (Industrieaufträge für August) 04. Oktober 2010 (Schwebende Hausverkäufe für August) 17. September 2010 (Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für September) 17. September 2010 (Verbraucherpreise für August) 17. September 2010 (Realeinkommen für August) 16. September 2010 (Philly Fed Index für September) 16. September 2010 (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) 16. September 2010 (Erzeugerpreise für August) 15. September 2010 (Industrieproduktion für August) 15. September 2010 (NY Empire State Index für September)