Der DAX startete zunächst erneut schwächer in den Tag und notierte am Morgen im Tief bei 7.353 Punkten. Damit folgte der deutsche Leitindex einmal mehr den Vorgaben der US-Börsen, die gestern wiederum schwächer tendierten. Nach wie vor sind die Unsicherheiten durch die Immobilienkrise in den USA spürbar. Es kam nach Handelseröffnung zu einigen Gewinnmitnahmen bei Put-Optionsscheinen und Knock-out-Puts auf den DAX. Gleichzeitig spekulierte eine Reihe von Anlegern erneut auf eine technische Gegenbewegung. Dabei wählten sich die meisten Investoren heute Knock-out-Calls mit einer Basis von 7.325 Punkten. Und tatsächlich konnte der DAX im weiteren Verlauf wieder zulegen und lag am Mittag bei 7.420 Zählern nur noch mit 10 Punkten bzw. 0,15 Prozent im Minus. In dieser Phase wurden nun die Tagesgewinne in den Long-Positionen realisiert. Zugleich mehrten sich die Käufe bei Put-Optionsscheinen und Knock-out-Puts.
Weiterhin kam es zu einigen Umschichtungen bei Call-Optionsscheinen. So wurden Calls auf Salzgitter mit einem Basispreis von 57,10 Euro und einer Laufzeit bis zum 14.09.2007 verkauft und dafür Calls mit einem Basispreis von 139,01 Euro und einer Laufzeit bis zum 12.09.2008 erworben. Bei Calls auf Celesio schichteten Anleger ebenfalls in länger laufende Scheine um. Salzgitter notierte am Mittag nach einer Hochstufung durch die Analysten von HSBC-von „Underweight“ auf „Neutral“-bei 135,99 Euro mit 0,49 Prozent im Plus. Celesio verlor hingegen 1,40 Prozent auf 44,37 Euro.
Die Analysten der UniCredit stuften die Aktie des Windkraftanlagenbauers Nordex von Buy auf Hold herunter. Das Papier notierte am Morgen zunächst im Minus, legte im weiteren Verlauf aber wieder deutlich zu und stand am Mittag bei 33,16 Euro mit 2,44 Prozent im grünen Bereich. Erst am Montag hatte die Aktie mit 38,32 Euro ein neues Allzeithoch erreicht. Danach nahmen viele Börsianer zunächst Gewinne mit. Am Handelssegment EUWAX wurden heute erneut Long-Positionen aufgebaut.
Nordex hatte zuletzt hervorragende Zahlen vorgelegt. Außerdem regten Großaufträge in China die Phantasie der Börsianer an. Am vergangenen Freitag sorgte dann ein Zeitungsbericht über Verkaufspläne der Großaktionäre Goldman Sachs und CMP Capital Management Partners für eine große Nachfrage, da für die Anteile bereits mindestens drei attraktive Angebote vorliegen sollen. Dies alles trieb den Kurs innerhalb einer Woche um mehr als 60 Prozent nach oben.
Die Short-Spekulationen mit Knock-out-Scheinen auf den Euro zum Japanischen Yen brachten den Anlegern schnelle Gewinne. Am Montag hatten die Käufe der Produkte erneut zugenommen. Am heutigen Morgen notierte der Euro zeitweise unter der Marke von 155 JPY und damit rund drei Prozent unter dem Stand vom Montag. Knock-out-Puts steigerten sich im Zuge dessen um rund 50 Prozent. Es kam deshalb verstärkt zu Gewinnmitnahmen. Am Mittag notierte der Euro wieder bei 156,50 JPY.
Händlern zufolge habe gestern ein Börsenbrief Knock-out-Puts auf die Ölsorte WTI zum Kauf empfohlen. Eine Reihe von Anlegern folgte auch heute dieser Empfehlung. Die Ölpreise hatten sich nach einem dreiwöchigen Rückgang seit der Vorwoche etwas stabilisiert.
Pressekonferenzen 12. März 2007 (IfW-Konjunkturprognose für März) 23. November 2006 (Ifo-Geschäftsklima-Index für November) 12. Oktober 2001 (Einzelhandelsumsätze für August) 11. September 2001 (Handelsbilanz für Juli)
Wirtschaftsdaten 04. Oktober 2010 (Pkw-Neuzulassungen für September) 04. Oktober 2010 (sentix Konjunkturindex für Oktober) 04. Oktober 2010 (Konjunkturprognose 2011) 17. September 2010 (Erzeugerpreise für August) 15. September 2010 (Konjunkturprognose) 15. September 2010 (Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe für Juli) 14. September 2010 (ZEW Konjunkturerwartungen für September) 14. September 2010 (Großhandelspreise für August) 10. August 2010 (Großhandelspreise für Juli) 10. August 2010 (Verbraucherpreise für Juli)