07. Mai 2009, 11:17
Die LINOS AG hat in den ersten
drei Monaten 2009 Umsätze in Höhe von 17,2 Mio Euro verbucht. Im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum von 23,0 Mio Euro, der noch nicht von der weltweiten
Finanzkrise und der nachfolgenden Konjunkturschwäche geprägt war,
entspricht dies einem Rückgang von 25,2 Prozent. Der Auftragseingang betrug 29,4 Mio Euro und legte damit im Vergleich zum
ersten Quartal des Vorjahres um 35,8 Prozent zu. Per 31. März 2009 belief
sich der Auftragsbestand auf 64,5 Mio Euro. Dies entspricht einem Minus von
6,6 Prozent gegenüber dem gleichen Stichtag des Vorjahres. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit -1,1 Mio Euro um 144,9 Prozent
unter dem Vorjahreswert von +2,4 Mio Euro. Das Ergebnis vor Steuern sank im
Berichtszeitraum um 190,2 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des
Vorjahres von +1,9 Mio Euro auf -1,7 Mio Euro. Gründe hierfür waren vor
allem der geringere Umsatz und die damit verbundene niedrigere
Gesamtleistung. Im Zuge eines straffen Kostenmanagements hat LINOS an allen Standorten in
Deutschland Kurzarbeit eingeführt. Nachdem bereits im Dezember 2008 die
Produktion in Polen stillgelegt wurde, haben Vorstand und Aufsichtsrat der
LINOS AG den Beschluss gefasst, die Optotecs Sp. z o. o. in Warschau
aufzulösen. Das Liquidationsverfahren wurde am 1. März 2009 eingeleitet.
Weitere Kostenkorrekturmaßnahmen betreffen die Gemeinkosten auf allen
Ebenen. Zum 1. Januar 2009 wurde die LINOS Photonics Inc. mit Sitz in Milford,
Massachusetts, USA auf die Qioptiq Imaging Solutions Inc. mit Sitz in
Fairport, New York, USA verschmolzen. Die Gesellschaft firmiert seitdem als
Qioptiq LINOS Inc. Dabei wurden sämtliche Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten der amerikanischen Tochtergesellschaft von LINOS in die
Qioptiq LINOS Inc. eingebracht. Die LINOS AG hält 45,0 Prozent der
Gesellschaftsanteile. Der Zusammenschluss ist ein weiterer wesentlicher
Schritt zur Integration von LINOS in die Qioptiq-Gruppe. Das im ersten Quartal erreichte Umsatzniveau signalisiert nach Einschätzung
des Vorstands die Bodenbildung für die relevanten Industriemärkte. Im
zweiten Halbjahr 2009 rechnet er mit leicht steigenden Umsätzen. Für das
Geschäftsjahr 2009 erwartet er, vor Sondereffekten, ein operatives
Ergebnis (EBIT) von -1,0 bis -2,0 Mio Mio Euro. |