11. Januar 2006, 09:40
Dax-Indikation: 5.518 Dax-Handelsbreite: 5.460 - 5.560 Eurostoxx-Indikation: 3.659 Eurostoxx-Handelsbreite: 3.620 - 3.700
US-Börsen kaum verändert Die US-Börsen schlossen gestern erneut nahezu unverändert. Zu Beginn des Handels belasteten die enttäuschenden Zahlen für das 4. Quartal von Alcoa. Die Aktie verlor daraufhin 3,17 % und war damit der größte Verlierer im Dow. In der Folge kamen Befürchtungen auf, die Earningssteigerungen könnten insgesamt unter den bisherigen Markterwartungen von rund 14 % liegen. Weitere Verlierer unter den Standartwerten waren Pfizer ( - 1,65 %) und General Motors ( 1,56 %). Der Autobauer gab bekannt, dass die Listenpreise für seine Autos auf breiter Front gesenkt werden sollen. Demgegenüber sprangen die Aktien von Apple deutlich um 6,32 % nach oben an. Das Musikabspielgerät iPod hat dem Unternehmen im 4. Quartal einen neuen Rekordumsatz in Höhe von 5,7 Mrd. USD beschert. Im Nasdaq 100 stiegen JDS Uniphase um 9,65 %. Größte Kursgewinner bei den Blue Chips waren die Aktien von Home Depot mit einem Anstieg von 2,40 %. Zuvor gab der Konzern bekannt, dass man Hughes Supply für rund 3,47 Mrd. USD übernehmen wird. Walt Disney kletterten um 1,28 % und American Int. Group stiegen um 0,89 %. Deutlich nach unten ging es für Phelps Dodge, welche 5,16 % auf 146,58 USD nachgaben. Zuvor hatte das Unternehmen seine Gewinnprognose für das 4. Quartal reduziert. Im Nasdaq 100 verloren Garmin und Amazon jeweils mehr als 3 %. Das Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern gestaltete sich wie folgt: NYSE Adv/Dec 1.837/1.520 und Nasdaq Adv/Dec 1.739/ 1.298.
Nachbörslich vorgelegte Quartalszahlen bzw. Nachrichten wirkten sich auf die Kurse wie folgt aus: Audible ( -12,96 %), E-Z-EM ( + 6,58 %), Oxford Industries Inc. ( - 4,64 %), Komag Inc. ( + 5,63 %)
Der Dax legte gestern, innerhalb seines weiterhin intakten mittelfristigen Aufwärtstrend, eine Zwischenkonsolidierung ein. Der Index schloss den Handel mit einem Abschlag von 0,8 % bei 5.494,7 Punkten. Interessant ist es nun, auf den 20-Tage Moving Average zu achten, da dieser aktuell bei 5.491 Punkten verläuft. Sollte dieser unterschritten und gleichzeitig die steigende Tendenz verlassen werden, wäre dies ein Anzeichen dafür, dass zunächst weiteres Abwärtspotenzial in Richtung von 5.400 und 5.350 Punkten im Dax besteht. Daran konnte auch der sehr gut ausgefallene ZEW-Indikator nichts ändern. Dieser lag im Januar bei 71,0 nach 61,6 Zählern im Vormonat. Damit wurden die Prognosen, welche bei 65,0 Punkten gelegen hatten, nochmals deutlich übertroffen. Der hohe Stand des Index zeigt an, dass die deutsche Wirtschaft allmählich tritt fasst, insbesondere liegen die Hoffnungen auf einer sich belebenden Binnennachfrage. Größte Kursgewinner im Dax war die Aktie der Hypo Real Estate mit einem Aufschlag von 1,74 % auf 46,86 ?. Bei 47,00 ? wurde im Verlauf ein neues Alltime-High markiert. Die Deutsche Post entwickelte sich mit einem Anstieg in Höhe von 1,68 % ebenfalls recht positiv. Morgan Stanley hatte die Aktie mit ?Overweight? wieder aufgenommen. Größter Verlierer waren TUI mit einem Abschlag von 3,41 %, die zunehmende Sorge um die Auswirkungen der Vogelgrippe belasteten die Kurs, die Lufthansa hatte unter diesm Aspekt ebenso zu leiden und gab 2,56 % nach. 2,77 % ging es für die SAP, nach der überraschenden Zahlenvorlage, abwärts. Dies obwohl der Konzern deutlich mehr Softwarelizenzen als erwartet verkauft hat.
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