18. Januar 2006, 13:09
Dax-Indikation: 5.380 Dax-Handelsbreite: 5.340 - 5.440 Eurostoxx-Indikation: 3.559 Eurostoxx-Handelsbreite: 3.530 - 3.600
US-Börsen mit Abschlägen Die US-Börsen eröffneten gestern tiefer und konnten sich während der gesamten Handelssitzung nicht mehr nennenswert erholen. Gründe dafür waren schnell ausgemacht, der Ölpreis kletterte gestern um weitere 3,7 % und erreichte bei USD 66,30 ein neues Dreimonatshoch. Mögliche UN-Sanktionen gegen den Iran und die zunehmenden Ausschreitungen in Nigeria waren die treibenden Faktoren hinter dem Ölpreisanstieg. Entsprechend positiv verlief der Tag für Aktien aus dem Energy-Sektor, hingegen musste der Bereich Technology, nach der Abstufung von Applied Materials (USD 19,76?0,39), deutliche Abschläge hinnehmen. Zudem belastete die Nervosität vor der nachbörslichen Bekanntgabe der Quartalszahlen der großen Techwerte. 7 von 10 Sektoren lagen im Minus. Daran konnten auch die Konjunkturdaten nichts ändern. Das US-Geschäftsklima hatte sich im Januar stärker eingetrübt als dies im Vorfeld erwartet worden war. Der Empire State Manufacturing ist von revidierten 26,3 Punkten im Dezember auf 20,1 Zähler gefallen und lag damit unter den Schätzungen von 21,0. Hingegen ist die Industrieproduktion stärker als erwartet gestiegen. Die Gesamterzeugung legte um 0,6 % zu, die Schätzungen hatten bei 0,5 % gelegen. Nach der Vorlage des Quartalsberichts kletterten die Aktien von Mc Donald`s um 0,35 % auf 34,59 USD. Wells Fargo blieb beim Überschuss für das 4. Quartal hinter den Schätzungen zurück, die Aktie gab daraufhin um 1,03 % nach. Guidant-Aktien kletterten um 7,59 % nachdem Boston Scientific das Übernahmeangebot nochmals verbessert hat. Die nachbörslich vorgelegten Quartalszahlen enttäuschten recht deutlich, mehr siehe unten:
Nachbörslich vorgelegte Quartalszahlen bzw. Nachrichten wirkten sich auf die Kurse wie folgt aus: IBM ( unch), Intel ( - 8,89 %), Yahoo ( - 11,87 %), Gudiant ( + 0,03% )
Der Dax setzte gestern seine Konsolidierung weiter fort und gab rund ein Prozent nach. Belastend hatten sich die Untersuchungen gegen eine Internetfirma in Tokio, der wieder steigende Ölpreis und die Zurückhaltung im Vorfeld der nachbörslichen Veröffentlichung von US-Unternehmensergebnissen ausgewirkt. Da die Zahlen von den großen Unternehmen wie IBM, Yahoo und Intel allesamt unter den Erwartungen lagen, wird der Markt heute mit einem deutlichen Gap nach unten eröffnen. Die japanischen Aktienmärkte hatten zwischenzeitlich mehr als 700 Punkte nach unten abgestürzt. Dies führte zu einem Limit-Down und zur Aussetzung des Handels. In dem sich eintrübenden Umfeld waren die Kursgewinne unten den Standartwerten recht gering. Henkel führte die Gewinnerliste mit einem Plus von 0,27 % an, BASF folgten mit 0,24 %, der Dritte im Bunde war die Deutsche Börse mit einem Miniplus von 0,02 %. Deutlicher nach unten ging es hingegen für Infineon mit einem Abschlag von 1,97 %, es folgten Deutsche Post (-1,94 %) , Altana (-1,90 %) und DaimlerChrysler (- 1,86 %) . Die Rally bei den Solarwerten hielt hingegen unvermindert an: Q-Sells kletterten 11,36 %, Kontron 6,42 und Ersol um 4,21 %. Aus technischer Sicht hatte sich die Korrekturbewegung nach unten seit einigen Tagen über die Divergenzen in den Oszillatoren angedeutet ( an dieser Stelle haben wir darauf hingewiesen), der Sturzflug nach unten, wie er sich aktuell ankündigt, war in dieser doch sehr ausgeprägten Form nicht zu erwarten. Die entscheidende Supportmarken finden sich nun bei 5.386 und 5.347. Wird letztgenannte Marke nachhaltig unterschritten, wäre 5.220 das nächste Kursziel.
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