17. Oktober 2007, 09:09
Börsenkonsolidierung setzt sich fort Die Einflussfaktoren an der Wall Street am Dienstag waren in etwa die selben wie noch am Vortag. Weiter steigende Ölpreisnotierungen und ein schwacher Finanzsektor ließen die Aktien schwächer notieren, ein wesentlicher Unterschied bestand jedoch darin, dass die Abschläge insgesamt schwächer ausgeprägt waren. Wenig überraschend ist es, dass in der laufenden Quartalsberichtssaison die Augen vor allem auf die Finanzwerte gerichtet sind und waren. Das Zahlenwerk fiel insbesondere bei Well Fargo enttäuschend aus, wenig überzeugend waren auch KeyCorp, Regional Financials, während State Street die Schätzungen übertreffen konnten. Im Fokus stand auch der Bereich Homebuilding, nachdem D.R. Horton seine Zahlen präsentiert hatte. Demnach hat die Immobilienkrise deutliche Spuren hinterlassen und für einen Auftragseinbruch gesorgt. Die Bestellungen für neue Häuser gingen um 39 % zurück, bereits bestehende Bestellungen wurden zu 48 % storniert. IBM führte die Gewinnerliste des Dow an, das Papier notierte um 1,3 % höher, Boing (+1,2 %), und Mc Donald`s (+1,1 %) folgten. General Motors verloren als größter Verlierer 4,1 %. Heute werden u.a. Altria Group ( EPS-Schätzungen von 1,13 vs. 1,39 in der Vorjahresperiode), Coca Cola (0,68 vs. 0,62), eBay (0,33 vs. 0,26), JP Morgan Chase (0,92 vs. 0,91), Northern Trust Corp. (0,87 vs. 0,74), Sovereign Bancorp Inc. ( 0,15 vs. 0,41), United Tech. Corp. (1,16 vs. 1,01), und Washington Mutual Inc. (0,30 vs. 0,84) Zahlen präsentieren. Bei den US-Konjunkturdaten stehen einige, wichtige Veröffentlichungen an. Das Hauptaugenmerk wird sich auf die US-Konsumentenpreise für den Monat September, die Hausbaubeginne und Baugenehmigungen, sowie das US-Beige Book richten.
Nachbörslich vorgelegte Quartalszahlen bzw. Nachrichten wirkten sich auf die Kurse wie folgt aus: IBM-1,34, Intel + 2,94 %, Spansion + 2,79 %, Yahoo + 0,79 %, Seagate Technology + 0,03 %
Der Dax handelte gestern eine eher begrenzte Range um schließlich kaum verändert aus dem Handel zu gehen. Als Belastung für den Markt haben sich die Zahlen von Ericsson herausgestellt. Der Konzern gab bekannt, dass man für das abgelaufene Quartal ein Rückgang des Ergebnisses auf 612 Mio. € erwartet, was recht deutlich unter den 962 Mio. € der Vorjahresperiode und unter den Schätzungen ( i.H.v. 973 Mio. €) liegt. Nach den enttäuschenden Zahlen der Citigroup und den neuerlichen Aussagen von Bernanke ( „der Häusermarkt wird weiter belasten“) und von Paulson ( „ housing biggest risk for US-Economy“) wurde das Thema „Finanzkrise“ wieder aufgegriffen. Bankwerte, quer durch Europa, wurden entsprechend verstärkt verkauft. Die Veröffentlichung des ZEW-Indikators hatte keinen nennenswerten Markteinfluss. Insgesamt konnte sich der Dax, verglichen mit anderen europäischen Indizes noch recht gut aus der Affäre ziehen, eine Outperformance war die Folge. An der Spitze waren die Versorgerwerte RWE (+2,5 %) und E.ON (+ 2,4 %) zu finden. Die Ankündigung, die Strom- und Gaspreise erhöhen zu wollen sowie die „Flucht“ in Qualität waren ursächlich. Aus technischer Sicht kann festgestellt werden, dass sich das Aufwärtsmomentum weiter abgeschwächt hat, was nun allmählich auch in den Trendfolgeindikatoren sichtbar wird. Entsprechend gilt es auch heute wieder, die untere Begrenzung der zuletzt ausgebildeten bei 7.912 Punkten zu beachten. Ein Bruch nach unten würde die Supportlinie bei 7.830 Daxpunkten in den Fokus rücken. Heute werden hierzulande die Zahlen von Gerresheimer, ASML und Groupe Danone Beachtung finden.
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