14. Januar 2008, 10:28
US-Börsen deutlich im Rückwärtsgang Die US-Börsen verloren am Freitag deutlicher, nachdem erneut schlechte Nachrichten aus dem Finanzsektor die ohnehin schon vorhandenen Rezessionsängste verstärkten. American Express hatte für das 4. Quartal eine Gewinnwarnung ausgesprochen, die Aktie notierte daraufhin um mehr als 10 % schwächer. Neben geringeren Ausgaben der Verbraucher erwartet man zudem Zahlungsausfälle von bis zu 440 Mio. USD. Merrill Lynch konnten anfängliche Verluste wieder wettmachen, Spekulationen um eine Finanzspritze ( Kuwait als möglicher Investor) i.H.v. 4 Mrd. USD hatten dazu beigetragen. Countrywide Financial gaben 18 % des Vortagesgewinns wieder ab, die Bank of America hatte die Übernahme des Finanzhauses bekannt gegeben. Deutlich nach unten ging es auch für die Papiere von Mc Donald`s ( - 6,6 %), Tiffany und Research in Motion verloren jeweils mehr als 7 %. Mit dem erneuten Rücksetzer des Dow Jones rückt die Unterstützungsmarke von 12.500 Punkten erneut in Fokus, sollte diese gebrochen werden, droht sich die Abwärtsbewegung noch zu beschleunigen. In dieser Woche nimmt die Quartalsberichtssaison bereits deutlich an Fahrt auf. Neben den großen Banktiteln, werden auch einige Technologiewerte in den Fokus rücken. Den Auftakt unter den Großen macht die Citigroup am Dienstag. Es wird erwartet dass das EPS je Aktie bei –0,87 USD nach 1,03 USD in der Vorjahresperiode, liegen wird. Es folgen Intel ( 0,40 vs. 0,25 USD), Stete Street Corp. (1,39 vs. 0,86 USD), US Bancorp (0,59 vs. 0,66 USD), JP Morgan Chase ( 0,94 vs. 1,01 USD), IBM (2,60 vs. 2,26 USD), Merrill Lynch ( - 4,38 vs. 2,41 USD), Washington Mutual (- 1,64 vs. 0,77 USD) und General Electric (0,68 vs. 0,64 USD). Bei der recht großen Anzahl von US-Konjunkturdaten werden sicherlich die PPI-Erzeugerpreise, die Einzelhandelsumsätze, die CPI-Konsumentenpreise, die Häuserdaten, das Verbrauchervertrauen und die Frühindikatoren im Fokus stehen.
Der Dax konnte sich vor dem Wochenende behaupten und ging nahezu unverändert bei 7.717 Punkten aus dem Handel. Insgesamt kann die Stimmung hierzulande als unsicher beschrieben werden, einerseits hielten sich Spekulationen um eine weitere Zinssenkung der US-Notenbank, andererseits bereitet die drohende Rezession in den USA immer mehr Kopfzerbrechen. MAN führte die Gewinnerliste des Dax mit einem Aufschlag von 3,48 % an, Lufthansa (+2,89 %) und ThyssenKrupp (+ 2,78 %), folgten. Umzugspläne der Deutschen Börse, um Steuern zu sparen, sorgten ebenfalls für Kursaufschläge ( + 2,65 %). Auf der Verliererseite fanden sich Henkel (-3,45 %) und Infineon ( -3,15 %) wider. Im M-DAX ragten die Papiere von SGL Carbon mit einem deutlichen Aufschlag von 9,29 % heraus. Die Absicht, die Produktion auszuweiten, sorgte für Phantasie. Pfleiderer (+ 7,16 %) und MLP (+6,37 %) schnitten ebenfalls gut ab. Nach den negtiven Vorgaben aus Übersee, steht die Unterstützungsmarke von 7.706 Zählern im Dax heute zur Disposition. Ein nachhaltiger Bruch dieses Levels würde Abwärtspotenzial bis auf, zunächst 7.607 Punkten eröffnen. Hierzulande werden die Zahlen von Dougals, Südzucker, und MVV Energie erwartet. Am 18.01. hält ThyssenKrupp seine Hauptversammlung ab. Bei den Konjunkturdaten wird der ZEW-Indikator am Dienstag den höchsten Stellenwert haben. Wir gehen davon aus, dass der Indikator weiterhin im negativen Terrain verharren wird, der konjunkturelle Pessimismus dürfte weiter hoch sein.
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