07. Mai 2008, 11:36
Fannie Mae enttäuscht Die US-Börsen starteten am Dienstag mit Kursverlusten in den Handel, nachdem die schlechten Zahlen und ein negativer Ausblick von Fannie Mae auf das Sentiment drückten. Das Unternehmen hatte einen Quartalsverlust von 2,51 Mrd. USD bekannt gegeben und erwartet zudem bis zum Jahr 2009 hohe Kreditausfälle. Im weiteren Verlauf hat man jedoch die negativen Headlines aus dem Finanzsektor und die neuen Rekordstände beim Rohöl ( über 122 USD/barrel) ignoriert, so dass die Indizes mit moderaten Kursgewinnen aus dem Handel gingen. Insbesondere Aktien aus dem Energybereich waren gesucht, auch die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac konnten schlussendlich deutliche Kursgewinne vorweisen, nachdem die Ratingagentur Moody`s die Kreditwürdigkeit von erstgenannten mit der Bestnote bewerteten. Weniger gut sah es hingegen für den US-Asset Manager Legg Mason aus, welche erstmals in ihrer Firmengeschichte einen Quartalsverlust auswiesen. Die Aktie gab mehr als 10 % nach. D.R. Horton notierte leicht im Plus, dies obwohl der Homebuilder einen Quartalsverlust i.H.v. 1,3 Mrd. USD hinnehmen musste. Heute werden lediglich Unternehmen aus der 2. Reihe ihr Zahlenwerk vorlegen. Die zur Veröffentlichung anstehenden Konjunkturdaten sollten ebenfalls kaum Marktrelevanz haben. Betrachtet man den Dow Jones aus technischer Sicht, fallen 2 wesentliche Punkte auf. Zum einen ist es dem Dow erneut nicht gelungen die 200-Tage-Linie zu überschreiten, zum zweiten fielen die Hoch- und Tiefpunkte des Index bereits zum dritten mal in Folge. Die Bewegungsdynamik hat sich zuletzt abgeschwächt, obwohl das Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern gestern an der NYSE mit 1.934/1.168 positiv ausfiel. Insgesamt beginnen auch beim trendfolgenden DMI die beiden Linien ( Diplus und Diminus) aufeinander zuzulaufen, was ebenfalls ein Indiz für eine sich abschwächende Bewegung darstellt. Unter den genannten Aspekten wird zumindest eine Zwischenkorrektur immer wahrscheinlicher.
Nachbörslich vorgelegte Quartalszahlen bzw. Nachrichten wirkten sich auf die Kurse wie folgt aus: Cisco + 2,5 %, Disney + 2,0 %, Clearwire + 8,7 %, Pitney Bowers-0,5 %, Blue Nile-2,4 %
Schlechte Nachrichten aus dem Finanzsektor, insbesondere von UBS und der Swiss Re drückten auch hierzulande auf die Stimmung, was den Dax zeitweise unter die Marke von 7.000 Punkten fallen ließ. Ebenfalls belastend wirkte sich der hohe Ölpreis aus, welcher die Marke von 122 USD /barrel überschritten hat. Das nächste technische Kursziel ist bei rund 126 USD angesiedelt. Die Verliererliste des Dax wurde von der Hypo Real Estate ( - 3,51 %) angeführt, diese hatte im ersten Quartal Verluste geschrieben, enttäuschend fiel auch der Ausblick aus. Eine positive Tagesperformance konnten hingegen Adidas ( + 5,69 %), ThyssenKrupp ( + 3,38 %), RWE ( +2,23 %) Infineon ( + 2,22 %) und MAN ( + 2,06 %) vorweisen. Bei allen der genannten „Gewinner“ sieht das technische Bild weiter vielversprechend aus, entsprechend beachtenswert sind die Papiere. Heute wird zunächst die Commerzbank im Blickpunkt stehen. Die Bank hat heute morgen bereits Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Demnach hat man im Zuge der Finanzkrise einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Der Nettogewinn sank um 54 % auf 280 Mio. € womit die Schätzungen verfehlt wurden. Von den bisherigen Ergebnisprognosen für das laufende Jahr ist man abgerückt. MLP konnte in Q1 operativ 18 % mehr verdienen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg auf 23,2 Mio. €. Die Gesamtjahresprognose wurde bestätigt. Das technische Bild des Dax hat sich per gestern kaum verändert, beachtenswert auf der Oberseite ist die Marke von 7.090 Zählern, während der Bereich von 6.950 Punkten einen guten Support darstellt.
|