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11. August 2008, 09:56

Fallender Ölpreis treibt Börsen an
Ein deutlicher Rückgang des Ölpreises, dessen „Verfall“ durch den festen Dollar noch beschleunigt wurde sorgte dafür, dass die zuletzt vorhandenen Inflationssorgen deutlich abgemildert wurden. Hinzu kamen Hoffnungen, dass den Verbrauchern dadurch mehr Geld für Konsumausgaben zur Verfügung steht. In der Folge legten die führenden Indizes jeweils mehr als 2,0 % zu, die beste performance vollzog der Dow Jones mit einem Kursgewinn i.H.v. 2,65 %. Schlechte Nachrichten aus dem Finanzsektor, insbesondere von Fannie Mae, welche einen erneuten Quartalsverlust zu verzeichnen hatten, wurden in den Hintergrund gedrängt. MBIA gab überraschend einen Quartalsgewinn von 0,96 USD je Aktien bekannt. In dieser Woche stehen lediglich wenige Unternehmensquartalsberichte zur Veröffentlichung an. Beachtenswert sind insbesondere die Daten von Applied Materials, NVIDIA, Deere & Co., Macy`s , Kohl`s, Autodesk, Abercrombie & Fitch, Wal Mart und JC Penney.
Konjunkturseitig wird man sich sehr stark auf die Konsumentendaten fokussieren. Darüber hinaus stehen Außenhandelsdaten und die Importpreise zur Veröffentlichung an. Der Dow schloss am Freitag nahezu auf seinem Tageshoch und hat somit ein sog. „closing-tail“ ausgebildet, was auf eine Beschleunigung der Bewegung hindeutet. Gleichzeitig wurde die etablierte trading-range nach oben verlassen, was ebenfalls sehr positiv zu beurteilen ist. Heute gilt es, den Ausbruch nach oben nochmals zu bestätigen. Gelingt dies auf Schlusskursbasis, wäre weiteres Anstiegspotenzial bis auf 11.980 Zähler vorhanden. Die genannte Marke ergebt sich aus einer signifikanten Stauzone. Auf der Unterseite stellt die Marke von 11.632 Zählern nun eine gute Unterstützung dar.

Nachbörslich vorgelegte Quartalszahlen bzw. Nachrichten wirkten sich auf die Kurse wie folgt aus: Sanmina Corp.-2,30 %, Exxon Mobil Corp. + 0,17 %, Microsoft-0,17 %

Nach einem volatilen Handelsverlauf gelang es dem Dax am Freitag, mit einem Plus von 0,3 % bei 6.561,65 Zählern aus dem Handel zu gehen. Auch hierzulande reduzierte der fallende Ölpreis die Inflationssorgen, zudem verlieh der nachgebende Euro den Exportwerten auftrieb. Der Konflikt zwischen Russland und Georgien um Süd-Ossetien wurde ebenfalls in den Hintergrund verdrängt, wenngleich die Gefahr besteht, dass das politische Gefüge in der Region instabiler wird. Die Dax-Gewinnerliste wurde von BMW mit einem Kursplus von 6,53 % angeführt, es folgten Infineon ( +4,85 %) und Daimler (+3,88 %). E.ON gab als größter Daxverlierer um 2,41 % nach. In dieser Woche werden eine ganze Reihe von Quartalsberichten präsentiert. U.a. legen Bilfinger Berger, Celesio, Leoni, Rheinmetall, Tognum, Deutz, E.ON, Hypo Real Estate, K+S AG, Lanxess, Nordd. Affinerie, Q-Cells, Stada, United Internet, H&R Wasag, RWE, Sixt, Solarworld, und ThyssenKrupp ihre Zahlen vor. Auf Basis der aktuellen Daxindikation könnte es dem Index heute gelingen, die Widerstandszone bei 6.620 /6.643 Punkten nach oben zu überwinden. Sollte dies gelingen, würde die Marke von 6.716 Zählern das nächste Kursziel auf der Oberseite darstellen. Ein entsprechender Anstieg hätte zur Folge, dass die kurzfristigen Trendfolgeindikatoren den Short-Modus verlassen und auf „Long“ drehen. Der übergeordnete Abwärtstrend gerät aber erst dann in Gefahr, wenn das 61.8 %-Fibonacci-Retracement bei 6.758 Punkten (hergeleitet über das Hoch bei 7.227 und dem Tief bei 5.999 Punkten) überwunden wird.




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