23. März 2009, 10:04
Aktienmärkte präsentieren sich uneinheitlich Die US-Aktienmärkte konnten sich am Freitag zunächst behaupten, bevor in der 2. Hälfte des Handelstages eine Verkaufswelle einsetzte. Diese ging vor allem von den Finanzwerten aus. Die Tatsache, dass ein von der Fed aufgelegtes Programm (TALF) zur Ankurbelung der Kreditvergabe mit einem Volumen von rund 1 Billion USD bisher kaum angenommen wurde, hatte auf die Stimmung gedrückt. Die Aussicht, dass American Express angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen und damit verbundenen Zahlungsausfällen in die roten Zahlen abrutschen wird, belastete zudem. Die Aktien von Amex verloren 6,2 %, während es für die Bank of America um über 10 % nach unten ging. Der S&P 500-Index verlor 2,0 %, deutlicher fielen die Abschläge beim Russel 2000 (-3,18 %) aus. Dies ist umso bemerkenswerter wenn man bedenkt, dass es kaum nennenswerte Nachrichten gab. Die Umsätze an der NYSE fielen mit 2,43 Mrd. gehandelter Aktien sehr hoch aus, was die Nachhaltigkeit der Kursabschläge nochmals unterstreicht. Auch in dieser Woche werden eine Reihe von Konjunkturdaten veröffentlicht. U.a. werden dies der Chicago Fed National Activity Index für den Monat Februar, die Verkäufe bestehender Häuser, der State Street Investor Confidence Index (März), die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter, die Verkäufe neuer Häuser, das US-BIP für das 4. Quartal, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Verbraucherstimmung der Uni Michigan sein. Unternehmensberichte stehen nicht auf der Agenda.
Der Dax vollzog am Freitag, im Rahmen des großen Verfalltermins, die üblichen Schwankungen. Schlussendlich gelang es dem Index sich in der Pluszone zu halten, was im Wesentlichen auf das deutliche Kursplus der Bayer-Aktie i.H.v. 11,3 % (die FDA hatte signalisiert, die Zulassung für das Medikament Xarelto zu erteilen) zurückzuführen war. Deutsche Postbank (+7,43 %) und E.ON (+4,84 %) stiegen ebenfalls deutlicher. Schwächster Daxwert war Fresenius Medical Care (-5,37 %). Heute wird zunächst eine gewisse Bereinigung auf den großen Verfalltermin vom Freitag stattfinden. Konjunkturseitig stellt die Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex (Mittwoch) hierzulande das Hauptevent dar. Die Indikation für den ifo fallen gemischt aus. Zuletzt konnte sich der ZEW-Erwartungsindex leicht verbessern, während die Lagebeurteilung nochmals schwächer ausfiel. Eine ähnliche Aufspaltung ist auch für das ifo-Geschäftsklima zu erwarten. Darüber hinaus werden einige Unternehmens-Jahresabschlüsse die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Den Anfang machen MTU am Montag. Es folgen AWD, Deutsche Bank und Metro am Dienstag. Am Mittwoch berichten Hochtief, Rheinmetall und TUI. Den Abschluss machen Celesio, Hugo Boss, MLP, SolarWorld, Stada, Tognum, United Internet und Vossloh am Donnerstag. Um die mögliche Bewegungsrichtung des Dax in den kommenden Tagen zu quantifizieren wollen wir heute das technische Bild des Index auf Wochen-basis und insbesondere anhand des „Andrews Pitchfork„ betrachten. Hier fällt auf, dass die Kurse nahezu exakt an die Upper-Median-Linie (UML) herangelaufen sind. Ein Ausbruch nach oben ist nicht gelungen. Sehr häufig prallt der Kurs nach dem Berühren an der UML ab und bildet einen Umkehrpunkt aus. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Kurse wieder an die Median-Linie (ML) zurücklaufen.
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