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25. Juni 2009, 10:54

US-Börsen mit uneinheitlichem Bild
Fed hält den Leitzins stabil
Abgeordneter belastet Fed-Chef Bernanke schwer
Die US-Börsen starteten recht stark in den Handelstag, gegen Nachmittag setzten dann deutliche Verkäufe ein, welche dafür sorgten, dass der Dow mit einem Abschlag von 0,28 % aus dem Handel ging. Die Technologiebörse Nasdaq konnte hingegen mehr als 1,5 % zulegen. Letztgenannte profitierte weiter von den guten Oracle-Zahlen. Auch die besser als erwartet ausgefallenen Daten vom Immobilienmarkt und von der US-Industrie halfen. Der Dow verlor vor allem nach dem Statement des Offenmarktausschusses. Offensichtlicht hatten einige Marktteilnehmer mit einem tendenziell positiveren Ausblick gerechnet. Die Aussage, dass es weiter Signale gebe, dass die tiefe Rezession allmählich nachlasse, was auch für Deflationssorgen gilt, reichte dem Markt offensichtlich nicht. Der Leitzins wurde erwartungsgemäß in einer Spanne von 0 bis 0,25 % belassen. Das „Treasury purchase program“ wird unverändert fortgeführt. Auch von Präsident Obama waren Äußerungen zu vernehmen. Er geht davon aus, dass ein zweites Konjunkturprogramm derzeit nicht nötig ist. Zunächst müsse sich zeigen, wie wirksam das erste Paket sei, hieß es. Der Sektor Materials (+0,8 %) vollzog gestern die beste Tagesperformance, hingegen ging es für den Bereich Energy (-3,5 %) deutlicher nach unten. Auch heute werden wieder einige Konjunkturdaten veröffentlicht. Zu nennen sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Q1-BIP-Zahlen (zweite Revision). Das technische Bild des Dow bleibt weiter angeschlagen. Nicht zuletzt die Tatsache, dass sich der Leitindex weiter von seiner 200-Tage-Linie nach unten entfernt, untermauert diesen Eindruck. Es muss davon ausgegangen werden, dass in den kommenden Tagen ein Test der Unterstützungsmarke bei 8.220 Punkten ansteht. Ein Bruch des genannten Level würde zunächst Rückschlagspotenzial bis auf 7.900 eröffnen.

Der deutsche Aktienmarkt konnte gestern Boden gut machen. Während des Vormittagshandels hatte es jedoch lange Zeit nicht danach ausgesehen, das Tagestief wurde bei knapp 4.700 Punkten markiert. Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten, diese waren besser als erwartet ausgefallen, sorgten am Markt für eine Ausdehnung der Aufwärtsbewegung. Ein wenig kehrte der zuletzt etwas verlorene Konjunktur-optimismus wieder an den Markt zurück. Eine besonders gute Tagesperformance konnten ThyssenKrupp, Salzgitter, Volkswagen, Deutsche Bank und die Commerzbank vorweisen. Die Papiere von Fresenius, Fresenius Medical Care und Deutsche Telekom waren die größten Verlierer. Auf Grund der gemischten Vorgaben wird der Dax heute nahezu unverändert in den Handel starten. Im Blickpunkt könnten heute Adidas stehen, nachdem der US-Konkurrent Nike die Wirtschaftskrise deutlich zu spüren bekam. Das kurzfristig technische Bild des Dax hat sich gestern ein wenig aufgehellt. Insbesondere die Tatsache, dass der 200-Tage-Durchschnitt und die 4.800er Marke wieder überschritten werden konnte, ist bemerkenswert. Dennoch ist es noch zu früh, um von einem Ende der Abwärtskorrektur auszugehen. Trendfolger wie der DMI, aber auch der 13-Tage-Moving Average zeigen weiter einen Abwärtstrend an. In der nahen Vergangenheit wurden Konsolidierungen (gegen die Hauptbewegung) in einem Zeitfenster von 2-3 Tagen vollzogen. Sollte dies auch aktuell der Fall sein, wäre dies als sehr idealtypisch zu beschreiben.




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