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Donnerstag, 29. Juli 2010  Mail-Kontakt   Impressum
Deutschland
Marktkommentar Aktien
Helaba


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09. Juli 2009, 10:11

Unterstützt von einer Aufwärtsrevision der globalen Wachstumsprognosen durch den Internationalen Währungsfonds erholten sich die Aktienmärkte in den USA leicht. Ein Plus von 0,18 % weist der Dow Jones auf und schloss mit 8.178,41 Punkten. Der S&P 500 verlor jedoch auf 879,56 Punkte, ein Minus von 0,17 %. An der Technologiebörse konnte der Nasdaq mit +0,06 % sich stabilisieren.

Datenseitig richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Noch immer wird ein Wert jenseits der 600-Tsd.-Marke erwartet. Dies zeigt, dass noch immer keine Trendwende am Arbeitsmarkt absehbar ist. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen wird auf weiterhin hohem Niveau liegen. Die Tatsache, dass dieser Wert zuletzt keine neuen Rekordhochs erreichte, sollte aber ebenfalls nicht als Signal für eine Trendwende missverstanden werden. Die Erfassung der Bezieher von Arbeitslosenhilfe endet nach der regulären Bezugsdauer von 26 Wochen. Der Arbeitsmarkt ist nun aber bereits länger als ein halbes Jahr unter Druck, so dass der statistische Effekt zu einer „Topbildung“ bei der Zahl der registrierten Arbeitslosen führt.
Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit in den nächsten Tagen aber auch vermehrt auf die Berichtssaison zum zweiten Quartal. Die gestrigen-nachbörslich veröffentlichten - Alcoa-Daten wurden mit freundlichem Unterton aufgenommen, da der Verlust geringer ausfiel als erwartet. Ob sich daraus ein Gegengewicht zu der kritischen technischen Situation ergibt, bleibt zunächst offen.

Erneut schwächer zeigte sich der deutsche Aktienmarkt. Der DAX gab um 0,56 % nach und ging mit 4.572,65 Zählern aus dem Handel. Die Umsatztätigkeit war gering, was darauf zurückzuführen ist, dass sich Marktteilnehmer unmittelbar vor dem Start der US-Berichtssaison mit Engagements zurückgehalten haben. Ein DAX-Gewinner waren die Anteilsscheine von E.ON. Der Energiekonzern hat mitgeteilt, zusammen mit GDF Suez gegen die milliardenschwere EU-Kartellstrafe zu klagen. Beide Konzerne sollen wegen wettbewerbswidriger Ausnutzung ihrer Marktposition ein Bußgeld in Höhe von jeweils 553 Millionen Euro zahlen. Prozentual die größten Gewinner waren SAP (+2,29 %) und Metro (+1,87 %). Banktitel führen die Verliererliste an: Commerzbank (-3,21 %), Deutsche Bank (-3,15 %).
Von konjunktureller Seite bleibt es heute ruhig. Zu erwähnen sind allenfalls die endgültigen deutschen Konsumentenpreise für Juni. Der bisher gemeldete Vormonatsanstieg von 0,4 % führt dazu, dass sich die Jahresrate mit 0,1 % marginal erhöht.

Das technische Umfeld für den DAX bleibt schwierig. MACD, RSI, Stochastic richten sich gen Süden und zudem ist der DMI im Verkauf. Der deutsche Standard-Index schaffte es auch nicht sich über die wichtige ehemalige Unterstützungszone unterhalb der 4.700 Punkte zurück zu arbeiten. Vor dem Hintergrund der Alcoa-Zahlen könnte jedoch heute zunächst eine Stabilisierung eintreten.




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