23. Juli 2009, 11:07
DAX kann sich über der 5.000er-Marke halten US-Börsen uneinheitlich-Morgan Stanley entäuscht Die US-Börsen präsentierten am Mittwoch ein gemischtes Bild. Der Dow verbuchte erstmals seit sieben Tagen ein Minus, der Schlusskurs von 8.881 Punkten lag zudem in der Nähe des Tagestiefstkurses. Während die gut aufgenommen Zahlen von Apple dafür sorgten, dass die Nasdaq eine outperformance vollzog, geriet der Bankensektor unter Druck. Morgan Stanley enttäuschte mit seinem Quartalsergebnis. In den Schätzungen wurde ein Verlust je Aktie von 0,53 USD bei einem Umsatz von 5,28 Mrd. USD unterstellt. Tatsächlich betrug der Verlust je Aktie, bedingt durch die Rückzahlung von Staatshilfen, 0,74 USD. Interessant in diesem Zusammenhang mutet der Umstand an, dass die Bank nach Rückzahlung von Staatshilfen nun mit dem Finanzministerium über neue Hilfen spricht. Wells Fargo konnte den Gewinn in Q2 deutlich steigern. Der Überschuss betrug 2,6 Mrd. USD, die Erträge erreichten mit 22,5 Mrd. USD nahezu ein Rekordniveau. Eine steigende Zahl von Kreditausfällen bremste jedoch die Euphorie. Das Volumen unbedienter Kredite stieg auf 18,34 Mrd. USD. Um 18 % kletterte die Aktie von Starbucks, nachdem das Unternehmen im abgelaufenen Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt war. Ben Bernanke hatte seine Rede vor dem Kongress fortgesetzt, im Gegensatz zum Vortag, blieb ein Markteinfluss aus. Heute ist der Quartalsberichtskalender wieder gut gefüllt. U.a. werden Compuware, 3M, Amazon.com, American Express, AT&T, Bristol-Myers Squibb, Broadcom, Capital One, Celgene, CIT Group, Eastman Chemical, EMC Corp., Ford Motor, Juniper Networks, Kimberly Clark, Mc Donald`s, Newmont Mining, Northrop Grumann, Philip Morris, The NewYork Times, UPS, Wyeth, Xerox, KLA-Tencor und Microsoft berichten. Insbesondere letztgenannte werden besonders im Blickpunkt stehen. Von Seiten der Konjunkturdaten werden besonders die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Verkaufszahlen bestehender Häuser im Blickpunkt stehen.
Der Dax pendelte gestern, mit einem schlussendlich positiven Unterton, innerhalb eines breiten Seitwärtsbandes. Der deutsche Leitindex ging bei 5.121,56 Punkten und damit um 0,54 % höher aus dem Markt. Damit verlängert sich die laufende Gewinnstrecke nun auf 8 Tage. Allerdings hatte es lange Zeit nicht danach ausgesehen. Zunächst war das Bild von Gewinnmitnahmen geprägt. Die Gewinnerliste wurde von Merck mit einem Plus von 2,22 % angeführt. SAP (+2,17 %) und Bayer (+2,15 %) folgten. Hannover Rück war als schlechtester Daxwert (-2,10 %) Inhaber der roten Laterne. Im M-Dax ragten Wincor Nixdorf mit einem deutlichen Abschlag von 15,11 % heraus. Ein schwacher Ausblick (man erwartet 2 weitere, schwache Quartale) hatte für Enttäuschung gesorgt. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart fallen leicht positiv aus, so dass mit einem freundlichen Dax-Start gerechnet werden kann. Soeben hat bereits die Deutsche Post Zahlen für das 2. Quartal vorgelegt. Demnach gingen der Umsatz und das operative Geschäft zurück. Dennoch zeigte man sich für das Gesamtjahr optimistisch, vor Sondereffekten soll ein operativer Gewinn von 1,2 Mrd. € erzielt werden. Das technische Bild des Dax hat sich kaum verändert. Nach wie vor ist festzustellen, dass eine stark überkaufte Situation vorliegt, die Trendfolger aber auf einen recht stabilen Aufwärtstrend hinweisen. Ein erstes Schwächezeichen stellt die Tatsache, dass gestern das Vortageshoch nicht mehr erreicht wurde, dar. Zuletzt konnte an 7 aufeinanderfolgenden Tagen ein neues Impulshoch erreicht werden. Entsprechend könnte die Supportmarke bei 5.080 Punkten, hergeleitet über den Gann-Angel im weekly-Chart, in Kürze in den Blickpunkt geraten. Sollte das genannte Level nachhaltig unterschritten werden, würde die Wahrscheinlichkeit für eine deutlichere Zwischenkorrekur hoch werden.
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