29. Juli 2009, 13:13
Börsen legen eine kleine Verschnaufpause ein Die US-Börsen gingen gestern mit einem gemischten Bild aus dem Handel. Während der Dow und der S&P 500 leichte Abschläge hinnehmen mussten, konnten die Nasdaq und der Russel 2000 zulegen. Positiv wurde die Tatsache aufgenommen, dass die Preise für US-Eigenheime erstmals seit fast drei Jahren (Case Shiller Index) wieder gestiegen sind. Auf der anderen Seite enttäuschte das Verbrauchervertrauen des Conference Boards, welches mit einem Wert von 46,6 die Konsensusschätzungen von 49,0 Punkten verfehlte. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen präsentierten sich schwächer. Aktien aus dem Sektor Healthcare vollzogen im Vergleich mit dem Gesamtmarkt eine outperformance. Die relative Stärke wurde von Amgen verursacht, welche besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen präsentiert hatten. Gleiches trifft auch auf Teva Pharmaceutical zu. Weniger gut sah es hingegen für Energy Stocks aus, diese mussten Abschläge in Höhe von 1,5 % hinnehmen, nachdem der Ölpreis Kursabschläge verbuchte. Mit einem unerwartet hohen Quartalsverlust enttäuschte Office Depot die Anleger. In Reaktion auf das Zahlenwerk gab die Aktie deutliche 18 % ab. An der NYSE wurden insgesamt 1,2 Mrd. Aktien umgesetzt. Damit wurde erneut der 50-Tage-Durchschnitt unterschritten. Heute stehen die Quartalsberichte von Symantec, CB Richard Ellis, General Dynamics, Moody`s Corp., Sprint Nextel, Time Warner und WellPoint. Von Seiten der Konjunkturdaten gilt es das Hauptaugenmerk auf die Auftragseingänge langlebiger Güter zu richten. Das charttechnische Bild des S&P hat sich mit den moderaten Kursverlusten gestern leicht eingetrübt. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass kein weiteres Hoch ausgebildet werden konnte und der sehr steil verlaufende Aufwärtstrendkanal nach unten verlassen wurde. Auf der anderen Seite ist die lange Lunte an der Tageskerze positiv zu werten. Dennoch besteht die Gefahr, dass nun eine Konsolidierung eingeleitet wird. Die nächsten, tragfähigen Unterstützungsmarken finden sich bei 956,34 bzw. 939,87 Zählern.
Was sich zuletzt angedeutet hatte, wurde gestern in die Tat umgesetzt-der Dax legte eine Konsolidierung ein. Bis zum Xetraschluss gab der deutsche Leitindex um 1,46 % auf 5.174,74 Punkte ab. Im Blickpunkt standen die Aktien der Deutschen Bank. Insbesondere die deutlich gestiegene Risikovorsorge hatte auf das Sentiment gedrückt. Um deutliche 11,42 % ging es für das Papier, bei sehr hohen Umsätzen, nach unten was dem zuletzt sehr steilen Aufwärtstrend zunächst ein Ende bereitete. Ebenfalls auf der Verliererseite waren K+S (-4,19 %), Salzgitter (- 4,14 %) und ThyssenKrupp (-3,23 %) zu finden. Hingegen setzte die Commerzbank-Aktie den Aufwärtsimpuls der letzten Tage (+2,53 %) fort. Merck (+2,22 %) und Deutsche Telekom (+0,70 %) konnten ebenfalls zulegen. Heute Morgen liegen bereits einige Quartalsberichte vor. SAP erzielte in Q.2 einen operativen Gewinn von 714 Mio. € vs. 711 Mio. € in der Vorjahresperiode. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Erlöse aus Software und Wartung in 2009 stärker schrumpfen werden als dies bisher angenommen wurde. Die operative Umsatzrendite (Non-GAAP) soll hingegen auf 25,5 bis 27,0 % nach bisher 24,5 bis 25,5 % steigen. Der Konzerngewinn von Bayer lag im 2. Quartal bei 532 Mio. € was einem Minus von 7,3 % entsprach. Das Ebita sank um 6,9 % auf 1,8 Mrd. €. Insbesondere ein Geschäftseinbruch bei MaterialScience drückte auf das Ergebnis. Die Indikation für den heutigen Handelsstart fällt angesichts der Vorgaben leicht positiv aus.
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