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21. August 2009, 10:36

Aktienmärkte mit uneinheitlichem Bild
Kleiner Verfalltermin an den Terminbörsen könnte leichte Verwerfungen nach sich ziehen
Der Wall Street gelang es erneut, mit Kursgewinnen aus dem Handel zu gehen. Mehrheitlich besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten und eine relative innere Stärke bei den Finanzwerten waren dafür ursächlich. Zunächst begann der Handelstag jedoch entäuschend. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der Woche zum 15. August auf 576.000 geklettert, womit die Schätzungen übertroffen wurden. Hingegen ist der Index der Frühindikatoren im Juli wie erwartet gestiegen. Das Plus lag bei 0,6 % (erwartet wurden 0,7 %). Der Philadelphia-Fed-Index konnte sich ebenfalls verbessern. Im August ist der Stimmungsindikator auf +4,2 nach-7,5 Punkten gestiegen. Insgesamt notierten alle 10 Sektoren im Plus, am deutlichsten ging es für den Bereich Financials nach oben - 2,6 % betrug der Anstieg. Industrials legten 1,2 % zu. Die positive Gesamtmarktstimmung half die schlechter als erwartet ausgefallenen Zahlen aus dem Retailbereich, Sears Holding hatten mit ihrem Zahlenwerk enttäuscht, in den Hintergrund zu verdrängen. Die an der NYSE gehandelten Umsätze fielen erneut unterdurchschnittlich aus. Dieser Umstand kann in einer Phase steigender Aktienkurse als nicht idealtypisch beschrieben werden. Konjunkturdatenseitig stehen heute die US-Eigenheimverkäufe für den Monat Juli zur Veröffentlichung an. Darüber hinaus gilt es, den Reden von Bernanke und Madigan beim Fed-Symposium in Jackson Hole besondere Beachtung zu schenken. Der Unternehmensdatenkalender ist quasi leer.

Angesichts von ermutigenden US-Konjunkturdaten und einem freundlichen Verlauf an der Shanghaier Börse griffen Anleger auch bei Deutschen Aktienwerten zu. Schlussendlich beendete der Dax den gestriegen Handelstag mit einem Kursplus von 1,51 % bei 5.311,06 Zählern. Größter Daxgewinner war das Daimler-Papier, 3,65 % ging es nach oben. Eine Empfehlung für die Aktie durch Morgan Stanley half. BASF (+ 2,67 %) und MAN (+2,64 %) folgten. Auch gestern stand erneut die Aktie von Volkswagen im Blickpunkt, wenngleich sich die Volatilität und die Abwärtsdynamik im Vergleich mit dem Vortag deutlich abschwächte. Wie zu hören war, soll Porsche nach der Übernahme durch VW zukünftig auch kleinere Autos bauen. 1,15 % auf 144,31 € betrug der Abschlag für die VW-Aktie, das Tagestief wurde bei 135 € markiert. Im M-Dax ragten ProSiebenSat.1 mit einem Kurssprung von 14,26 % heraus. Auch die Performance von Bilfinger Berger (+7,58 %) und Hochtief (+ 6,08 %) kann sich sehen lassen. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart fallen gemischt aus, während die Wall Street Gewinne etablieren konnte, geben die asiatischen Märkte, mit Ausnahme von der Börse in Shanghai, mehrheitlich nach. Die Daxindikation fällt etwas niedriger aus. Heute ist der kleine Verfalltermin an der Terminbörse. Dieser ist klassischer Weise dazu geeignet, die eine- oder andere Verwerfung nach sich zu ziehen. An der technischen Beurteilung des Dax hat sich zuletzt nichts geändert. Auffallend ist jedoch, dass der Index exakt auf dem Level des 13-Tage-Durchschnitts halt gemacht hat.




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