Am Donnerstag starteten die amerikanischen Aktienmärkte zunächst schwächer in den Handel. Im weiteren Verlauf traten dann aber die Sorgen um eine Abkühlung der chinesischen Wirtschaft in den Hintergrund. Die Inflation in dem Land war zwar auf ein 16-Monatshoch gestiegen. Die Anleger befürchten deshalb ein Anziehen der geldpolitischen Schrauben durch die chinesischen Zentralbank, wodurch sich die globale Nachfrage abschwächen könnte. Dass China jedoch dadurch deutlich langsamer wachsen wird oder gar in eine Rezession abgleitet, ist erst einmal nicht zu erwarten. Der Optimismus über den Rückschlag der Finanzreform wog dann aber schwerer als die enttäuschenden Zahlen vom Arbeitsmarkt. Wichtig für die Anleger war das US-Handelsbilanzdefizit. Geringere Importe haben das Minus im Januar verkleinert. Die USA kauften so wenig Öl ein wie seit knapp elf Jahren nicht mehr. Bankaktien und Versicherungstitel profitierten von einem Scheitern parteiübergreifender Gespräche im Senat über Änderungen bei der Finanzmarktregulierung. Dass Finanztitel dazugewinnen, war insgesamt für die Märkte ein positives Zeichen. Unternehmensmeldungen indes waren rar gesät. Der Handy-Hersteller Motorola will künftig in China Microsoft-Dienste auf seine Handys spielen. Die Such- und Kartendienste der Microsoft-Suchmaschine Bing sollen noch in diesem Quartal auf den Handys des US-Herstellers mit dem Google-Betriebssystem Android laufen. Google dagegen streitet derzeit mit der chinesischen Regierung, weil sich der Suchmaschinen-Gigant nicht länger der dortigen Internet-Zensur beugen will. Der Ölkonzern Devon Energy schließlich verkaufte seinem größeren britischen Konkurrenten BP bestehende Ölfelder und mögliche Ölfelder vor der Küsten Brasiliens, im Golf von Mexiko und im Kaspischen Meer. Medienberichten zufolge verstärken US-Regulierungsbehörden bei Google die Untersuchungen des geplanten Kaufs der Firma Admob. Gestützt auf Kursgewinne von Google und Microsoft stieg auch der Nasdaq Composite den fünften Tag in Folge und markierte am Ende ein neues Jahreshoch. Auch die Standardwerte erholten sich im späten Handel und beendeten den Tag mit leichten Zugewinnen.
Geschäftszahlen 17. November 2009 (Industrieproduktion für Oktober)
Pressekonferenzen 28. November 2007 (Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Oktober) 02. Oktober 2001 (Sitzung der Notenbank)
Wirtschaftsdaten 04. Oktober 2010 (Industrieaufträge für August) 04. Oktober 2010 (Schwebende Hausverkäufe für August) 17. September 2010 (Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für September) 17. September 2010 (Verbraucherpreise für August) 17. September 2010 (Realeinkommen für August) 16. September 2010 (Philly Fed Index für September) 16. September 2010 (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) 16. September 2010 (Erzeugerpreise für August) 15. September 2010 (Industrieproduktion für August) 15. September 2010 (NY Empire State Index für September)