Am Donnerstag haben anhaltende Sorgen um eine geringere Dynamik der Konjunkturerholung für Verluste an den amerikanischen Aktienmärkten gesorgt. Eine angedachte stärkere Regulierung der Finanzmärkte belastete vor allem den Bankensektor. Anleger befürchteten, dass die im Zuge der geplanten Finanzmarktreform erwarteten strengeren Regeln für den Wertpapierhandel die Gewinne der Geldinstitute drücken könnten. Negativ auf die Kurse wirkte sich auch die vorsichtige Einschätzung der US-Notenbank zur Wirtschaftsentwicklung aus. Besser als erwartete Konjunkturdaten konnten die Stimmung kaum aufhellen. Die Fed hatte am Vortag erklärt, sie rechnet für einige Zeit noch mit einem moderaten Erholungstempo und nur einer schrittweise Aufhellung am Arbeitmarkt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel zuletzt nicht so hoch aus wie von Analysten befürchtet. Auch der Auftragseingang für langlebige Güter sank im Mai nicht so stark wie erwartet. Bei den Einzelwerten stand auch der Sportartikel-Hersteller Nike im Blickpunkt. Nike warnte trotz brummender Geschäfte zur Fußball-WM vor zu hohen Erwartungen. Der zuletzt gestiegene Dollar und höhere Beschaffungskosten belasten wohl das Ergebnis. Verluste verbuchte auch die Aktie von Pfizer. Der weltgrößte Arzneimittelhersteller stoppte alle klinischen Tests mit einem neuen Arthritis-Mittel, weil sich bei einigen Patienten die Gelenk-Erkrankung verschlimmerte. Bei den Technologiewerten gingen die Aktien des weltweit drittgrößten Computerherstellers Dell auf Talfahrt. Dem einst größten PC-Hersteller machen höhere Kosten für Computerbestandteile und ein harter Preiskampf auf dem Verbrauchermarkt zu schaffen. Zudem sind die Pläne für einen Turnaround bei den Analysten weniger gut angekommen. Der Softwarehersteller Oracle übertraf mit den nach Handelsende vorgelegten Ergebnissen des vierten Geschäftsquartals die Umsatz- und Ergebniserwartungen. Insgesamt hielt die negative Stimmung aber an, so dass am Ende sowohl die Standardwerte als auch die High Techs den Tag im Minus beendeten.
Geschäftszahlen 17. November 2009 (Industrieproduktion für Oktober)
Pressekonferenzen 28. November 2007 (Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Oktober) 02. Oktober 2001 (Sitzung der Notenbank)
Wirtschaftsdaten 04. Oktober 2010 (Industrieaufträge für August) 04. Oktober 2010 (Schwebende Hausverkäufe für August) 17. September 2010 (Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für September) 17. September 2010 (Verbraucherpreise für August) 17. September 2010 (Realeinkommen für August) 16. September 2010 (Philly Fed Index für September) 16. September 2010 (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) 16. September 2010 (Erzeugerpreise für August) 15. September 2010 (Industrieproduktion für August) 15. September 2010 (NY Empire State Index für September)