Zum Wochenschluss haben gemischt ausgefallene Konjunkturdaten das Geschehen an den amerikanischen Aktienmärkten bestimmt. Die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten verlor im zweiten Quartal an Schwung. Andererseits verbesserte sich jedoch überraschend die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago in diesem Monat. Zudem trübte sich das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima im Juli nicht so stark ein wie zuvor berechnet. Gegenüber dem Vorjahresquartal wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,4 Prozent, während Volkswirte sogar einen Anstieg um 2,5 Prozent prognostiziert hatten. Der Einkaufsmanager-Index hat sich auf 62,3 Punkte verbessert, nach 59,1 Punkten im Vormonat. Zu den größten Verlierern zählten die Aktien von Merck & Co. Der Pharmakonzern hatte im zweiten Quartal beim Umsatz nicht die Erwartungen des Marktes erfüllt und geht im Gesamtjahr 2010 sogar von einen Rückgang aus. Der Ölkonzern Chevron vermeldete dagegen einen Gewinnsprung für das zweite Quartal. Unter Druck gerieten dagegen die Aktien von Oracle, nachdem das US-Justizministerium angeblich eine Klage gegen den Konzern eingereicht hat. Der Unterhaltungskonzern Walt Disney verkaufte nach monatelangen Verhandlungen das Hollywood-Studio Miramax an eine Gruppe von Investoren um den kalifornischen Bauunternehmer Ronald Tutor. Die Anteilsscheine des Medienkonzerns Time Warner legten nach einer positiven Analystenstudie deutlich zu. Die Aktien des Biotech-Unternehmens Geron sprangen gar um 17 Prozent nach oben. Die US-Arzneimittelbehörde hatte ein Verbot für Versuche im Zusammenhang mit einer auf Stammzellen basierenden Therapie aufgehoben. Seine Umsatzprognose leicht nach unten revidierte der weltgrößte Biotechnologiekonzern Amgen und begründete das unter anderem mit dem schwachen Euro. Das größte amerikanische Online-Reisebüro Expedia hat im zweiten Quartal einen Umsatz- und Gewinnanstieg erzielt. Ingram Micro kletterten um gut 2 Prozent. Der weltgrößte Großhändler für Produkte der Informationstechnologie meldete, dass sich sein Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppelt hat, was mit einer stärkeren Nachfrage nach Computerausrüstung zusammenhängt. Dennoch konnte sich bei den Indizes keine einheitliche Entwicklung abzeichnen und so schlossen die Standardwerte nahezu unverändert, wogegen die High Techs am Ende ein kleines Plus verbuchten.
Geschäftszahlen 17. November 2009 (Industrieproduktion für Oktober)
Pressekonferenzen 28. November 2007 (Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Oktober) 02. Oktober 2001 (Sitzung der Notenbank)
Wirtschaftsdaten 04. Oktober 2010 (Industrieaufträge für August) 04. Oktober 2010 (Schwebende Hausverkäufe für August) 17. September 2010 (Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für September) 17. September 2010 (Verbraucherpreise für August) 17. September 2010 (Realeinkommen für August) 16. September 2010 (Philly Fed Index für September) 16. September 2010 (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) 16. September 2010 (Erzeugerpreise für August) 15. September 2010 (Industrieproduktion für August) 15. September 2010 (NY Empire State Index für September)