Zum Wochenschluss starteten die amerikanischen Aktienmärkte freundlicher in den Handel. An die Dynamik des sehr starken Vorquartals konnten die Indizes aber nicht anknüpfen. Vor der beginnenden Berichtssaison mehrten sich Warnsignale, dass kurzfristig ein deutlicherer Rückschlag vom Fünfmonatshoch in den wichtigsten Indizes bevorstehen könnte. So wird an den Terminbörsen eine höhere Volatilität eingepreist, was für gestiegene Unsicherheit spricht. Die vorgelegten Konjunkturdaten fielen zudem gemischt aus. Die saisonbereinigten persönlichen Einkommen und Ausgaben sind im August um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau gestiegen. Ferner zogen die persönlichen Konsumausgaben um 0,4 Prozent an. Das US-Verbrauchervertrauen konnte trotz eines Rückgangs die Erwartungen übertreffen. So lag der Gesamtindex im Berichtszeitraum bei revidiert 68,2 Punkten. Volkswirte waren von einem Wert von 67,0 Punkten ausgegangen. Auffallend schwach tendierten die Aktien von Hewlett-Packard. Der ehemalige SAP-Chef Léo Apotheker wird am 1. November Vorstandschef des weltgrößten PC-Herstellers. Marktteilnehmer äußerten Befürchtungen, ob der Softwareveteran Apotheker den breiter aufgestellten Technologie-Großkonzern in die richtige Spur führen kann. Die Titel der Citigroup legten dagegen deutlich zu. Die Rettung der US-Großbank wird für den amerikanischen Steuerzahler zunehmend zu einem guten Geschäft. Mit den Erlösen aus den jüngsten Anteilsverkäufen stiegen die Einnahmen des US-Staats aus der Rettung auf 42 Mrd USD. Damit hat die Regierung fast ihre Kapitalhilfe von 45 Mrd USD eingespielt. Gefragt waren auch die Papiere des neuen Unternehmens United Continental Holdings, die nach Abschluss der Fusion zwischen den Fluggesellschaften UAL und Continental Airlines Holding erstmals an der Börse gehandelt wurden. Über optimistischere Zukunftsaussichten konnten sich die Aktionäre von Accenture freuen. Eine angehobene Gewinnprognose für das kommende Geschäftsjahr sowie eine höhere Dividende ließen die Titel deutlich steigen. Der Autobauer Ford Motor hat im September in den USA deutlich mehr Fahrzeuge verkauft als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Während sich die Standardwerte im Tagesverlauf im positiven Terrain behaupten konnten, gaben die High Techs ihre Gewinne wieder ab. Zum Handelsende verbuchte der Dow Jones Index noch ein kleines Plus, während die Indizes an der Nasdaq leicht im Minus lagen.
Geschäftszahlen 17. November 2009 (Industrieproduktion für Oktober)
Pressekonferenzen 28. November 2007 (Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Oktober) 02. Oktober 2001 (Sitzung der Notenbank)
Wirtschaftsdaten 04. Oktober 2010 (Industrieaufträge für August) 04. Oktober 2010 (Schwebende Hausverkäufe für August) 17. September 2010 (Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für September) 17. September 2010 (Verbraucherpreise für August) 17. September 2010 (Realeinkommen für August) 16. September 2010 (Philly Fed Index für September) 16. September 2010 (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) 16. September 2010 (Erzeugerpreise für August) 15. September 2010 (Industrieproduktion für August) 15. September 2010 (NY Empire State Index für September)