Zum Wochenschluss präsentierten sich die amerikanischen Aktienmärkte in Folge der unterschiedlich ausgefallener Konjunkturdaten uneinheitlich. Getrübt wurde die Stimmung durch die überraschende Abwärtsrevision des US-Wirtschaftswachstums im ersten Quartal. Gegenüber dem Vorquartal kletterte das reale Bruttoinlandsprodukt um 2,7 Prozent, während vorläufig ein stärkeres Plus von 3,0 Prozent ermittelt worden war. Volkswirte hatten einen BIP-Anstieg um 3,0 Prozent prognostiziert. Dem entgegen stand allerdings ein überraschend starkes Konsumklima. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich laut der Universität Michigan im Juni 2010 verbessert. So sich der Gesamtindex auf 76,0 Punkte von 73,6 Punkte im Vormonat verbessert. Die Einigung auf einen Gesetzentwurf für eine umfassende Finanzreform in den USA hat sich dagegen stützend auf die Kurse ausgewirkt. Der US-Kongress hat sich nach monatelangem Tauziehen auf eine umfassende Gesetzesreform für die Finanzmärkte geeinigt. Dabei beinhaltet das Gesetzespaket einschneidende Veränderungen für die Bankenbranche. Unter anderem müssen die Geschäftsbanken einen Teil ihres lukrativen Swap-Geschäfts abspalten. Daneben werden die Möglichkeiten der Banken für direkte Beteiligungen an Hedge Fonds sowie der Eigenhandel der Kreditinstitute eingeschränkt. Die Aktien von Merck & Co. profitierten von der Zulassung der europäischen Arzneimittelbehörde für das Medikament Brinavess. Gemischte Vorzeichen gab es auch nach Zahlen vom Vorabend. So legten die Aktien von Oracle knapp 2 Prozent zu. Der Umsatz des Software-Konzerns war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 Prozent gestiegen. Damit scheint Oracle den Zukauf des Großrechner-Spezialisten Sun verdaut zu haben. Für die Aktien des Blackberry-Herstellers Research In Motion ging es indes um mehr als 10 Prozent nach unten. Das Unternehmen hatte zwar im ersten Geschäftsquartal deutlich besser abgeschnitten als im Jahr zuvor, nach Meinung von Börsianern waren die Absatzzahlen aber dennoch enttäuschend. Die Titel des Baukonzerns KB Home verloren fast 9 Prozent. Der Konzern konnte im zweiten Geschäftsquartal dank niedriger Hypothekenzinsen seinen Verlust zurückfahren, hatte die Erwartungen jedoch verfehlt. Am Ende schlossen die Standardwerte leicht im Minus, während die High Techs ein kleines Plus verbuchten.
Geschäftszahlen 17. November 2009 (Industrieproduktion für Oktober)
Pressekonferenzen 28. November 2007 (Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Oktober) 02. Oktober 2001 (Sitzung der Notenbank)
Wirtschaftsdaten 04. Oktober 2010 (Industrieaufträge für August) 04. Oktober 2010 (Schwebende Hausverkäufe für August) 17. September 2010 (Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für September) 17. September 2010 (Verbraucherpreise für August) 17. September 2010 (Realeinkommen für August) 16. September 2010 (Philly Fed Index für September) 16. September 2010 (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) 16. September 2010 (Erzeugerpreise für August) 15. September 2010 (Industrieproduktion für August) 15. September 2010 (NY Empire State Index für September)