Am Donnerstag haben erneut Sorgen über die Schuldenkrise Griechenlands die amerikanischen Aktienmärkte belastet. Auch enttäuschende Daten vom Arbeitsmarkt haben auf die Stimmung an den Börsen gedrückt. Ratingagenturen warnten vor einer weiteren Herabstufung Griechenlands und schürten so Sorgen um die Stabilität der Euro-Zone. Eine Herabstufung würde die Refinanzierungskosten der Regierung in Athen weiter erhöhen und damit die Probleme des Landes verschärfen.
Sorgenfalten auf die Stirn trieben den Investoren zudem Daten vom Arbeitsmarkt. So beantragten knapp eine halbe Mio Menschen erstmals Arbeitslosenhilfe. Notenbankchef Ben Bernanke äußerte unterdessen Zweifel, ob das Wachstum stark genug sein wird, um die Arbeitslosigkeit wie von der Regierung gewünscht abzubauen. Auf Unternehmensseite rückte die Aktie von Coca-Cola in den Blickpunkt. Der Getränkegigant baut ähnlich wie schon sein Erz-Rivale Pepsi für mehrere Mrd USD seinen Vertrieb um. Das Unternehmen will dafür das Nordamerika-Geschäft seines größten Abfüllers Coca Enterprises-Cola übernehmen. Auf Talfahrt ging es an der Nasdaq für die Aktien von Palm. Im Kampf um die Vorherrschaft am wachsenden Smartphone-Markt verliert der Hersteller an Boden. Wegen einer unerwartet schwachen Nachfrage nach seinen Geräten schraubte Palm die Umsatzprognosen für das Gesamtjahr und das laufende Quartal herunter. Insgesamt konnten sich die Technologietitel aber recht gut behaupten. Sie profitierten von positiv aufgenommenen Gerüchten um einen Aktienspilt bei den Papieren von Apple. Zahlen gab es ebenfalls von einigen Unternehmen. So konnte etwa der Generikahersteller Mylan mit dem Zahlenwerk zum vierten Quartal die durchschnittlichen Analystenerwartungen übertreffen. Halbleiterunternehmen konnten nicht von einer positiven Branchenmeldung profitieren. Laut einer Analyse vom Marktforschungsunternehmen Gartner dürfte der weltweite Halbleiterumsatz im laufenden Jahr kräftig wachsen. Dennoch entfernten sich die wichtigen Indizes im Handelsverlauf wieder deutlich von ihren Tagestiefständen. So haben einige Investoren die hohen Kursabschläge unmittelbar nach Börseneröffnung als übertrieben erachtet und entsprechend bei als billig erachteten Titeln zugegriffen. Trotz der Erholung im späten Geschäft schlossen die Standardwerte den Tag im Minus, während die High Techs nahezu unverändert schlossen.
Geschäftszahlen 17. November 2009 (Industrieproduktion für Oktober)
Pressekonferenzen 28. November 2007 (Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Oktober) 02. Oktober 2001 (Sitzung der Notenbank)
Wirtschaftsdaten 30. Juli 2010 (Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für Juli) 30. Juli 2010 (Chicagoer Einkaufsmanagerindex für Juli) 30. Juli 2010 (BIP für das 2. Quartal) 29. Juli 2010 (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) 28. Juli 2010 (FED Beige Book) 28. Juli 2010 (Auftragseingang langlebiger Güter für Juni) 27. Juli 2010 (Verbrauchervertrauen für Juli) 27. Juli 2010 (Case-Shiller Index für Mai) 26. Juli 2010 (Verkauf neuer Häuser für Juni) 26. Juli 2010 (CFNAI-Index für Juni)