Zur Wochemitte starteten die amerikanischen Aktienmärkte freundlicher in den Handel und zeigten sich damit erholt nach den Verlusten der Vortage. Die Aussicht auf länger niedrige Zinsen hat den US-Börsen Auftrieb verliehen. Nach der jüngsten Verteuerung von Notkrediten durch die Anhebung des Diskontsatzes nahm US-Notenbankchef Ben Bernanke den Finanzmärkten die Sorge vor raschen Zinserhöhungen. Die Fed geht weiter davon aus, dass das wirtschaftliche Umfeld noch längere Zeit außerordentlich niedrige Zinsen erfordert, sagte Bernanke vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses. Schwache Daten vom Immobilienmarkt haben dagegen nur kurzfristig für einen Dämpfer gesorgt. Die Zahl der im Januar verkauften Eigenheime gab überraschend um 11,2 Prozent nach. Das war der stärkste Rückgang seit Januar 2009. Im Jahresvergleich gingen die Verkäufe um 6,1 Prozent zurück. Bankentitel gehörten erkennbar zu den Profiteuren der erwarteten, weiter lockeren Geldpolitik. Die Ölpreise legten in Reaktion auf Bernankes Aussagen ebenfalls zu und ließen die Aktienkurse von Ölkonzernen steigen. Positive Erwartungen des Marktforschungsunternehmens Gartner für die Halbleiterbranche ließen auch Advanced Micro Devices und Intel deutlich zulegen. Die Aktien des Softwareherstellers Autodesk sprangen rund 9 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen unerwartet gute Quartalszahlen vorgelegt hatte. Auf den Verkaufslisten standen indes die Dividendenpapiere der Steuerberatungsfirma H&R Block. Das Unternehmen erklärte, seine Ziele für 2010 nicht erreichen zu können. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit in den USA sind deutlich weniger Steuererklärungen abgegeben worden. Ein starkes Kabelfernseh- und Bildungsgeschäft sorgte für steigende Umsätze bei der Washington Post. Dagegen litten die Aktien von Bauunternehmen unter den schwachen Häuserdaten. Auch dem Agrochemiekonzern Monsanto nützte der bestätigte Gewinnausblick für 2010 nur wenig, die Aktie gaben mehr als 2 Prozent ab. Auch Garmin Aktien verloren mehr als 5 Prozent. Der Navigationsgeräte-Hersteller hatte zwar mit seinen Quartalsergebnissen positiv überrascht, warnte aber, fallende Preise und der zunehmende Wettbewerb könnten 2010 die Margen belasten. Insgesamt setzte sich aber die positive Grundstimmung durch und so schlossen die Indizes den Tag mit Zugewinnen von knapp 1 Prozent.
Geschäftszahlen 17. November 2009 (Industrieproduktion für Oktober)
Pressekonferenzen 28. November 2007 (Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Oktober) 02. Oktober 2001 (Sitzung der Notenbank)
Wirtschaftsdaten 30. Juli 2010 (Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für Juli) 30. Juli 2010 (Chicagoer Einkaufsmanagerindex für Juli) 30. Juli 2010 (BIP für das 2. Quartal) 29. Juli 2010 (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) 28. Juli 2010 (FED Beige Book) 28. Juli 2010 (Auftragseingang langlebiger Güter für Juni) 27. Juli 2010 (Verbrauchervertrauen für Juli) 27. Juli 2010 (Case-Shiller Index für Mai) 26. Juli 2010 (Verkauf neuer Häuser für Juni) 26. Juli 2010 (CFNAI-Index für Juni)