07. August 2009, 11:59
Zyklische Unternehmen weiter bevorzugt
Nach der von uns erwarteten Konsolidierung im Juni sind zyklische Werte auf den
europäischen Aktienmärkten weiter auf dem Vormarsch. Anhaltende niedrige Bewertung
auf Basis des Preis-Buchwert-Verhältnisses, fortschreitende Restrukturierungsmaßnahmen
und ein besseres makroökonomisches Umfeld unterstützen diesen Trend.
Konsolidierungstendenzen sollten zum Aufbau von Positionen genutzt werden. Auf europäischer
Ebene sollten die Sektoren Basic Resources und Industrials weiter
übergewichtet werden. Beim DAX Index favorisieren wir auf Grund der niedrigen P/B-Bewertung
BMW, Daimler, Deutsche Lufthansa, MAN, Metro, Siemens und ThyssenKrupp.
Nach der Konsolidierung Ende Juni konnten ausgewählte zyklische Sektoren (u.a. Autos, Basic
Resources) ihre Stärke zurückgewinnen und führen weiterhin die Erholung des europäischen
Aktienmarktes an. Unterstützt werden sie durch eine moderate Bewertung und ein sich langsam
verbesserndes makroökonomisches Umfeld. Wir gehen davon aus, dass das deutsche BIP im 3.
und 4. Quartal um +0,8% gegenüber Vorquartal. wachsen sollte, eine Trendwende nach dem
Einbruch im ersten Halbjahr. Wie in den vergangenen Rezessionen wurde dies vom Aktienmarkt
bereits im Vorquartal antizipiert, was zu der sehr guten Performance der zyklischen Sektoren in
Europa von fast +20% im 2. Quartal führte. Diese positive Entwicklung sollte zunächst anhalten,
wobei die Outperformance gegenüber defensiven Sektoren etwas abnehmen wird.
Wir bevorzugen weiterhin Sektoren bzw. Unternehmen, die eine niedrige Bewertung auf Basis
des Preis-Buchwert-Verhältnisses (P/B) aufweisen und deren erwartete Eigenkapitalrenditen
weiterhin unter den langfristigen Durchschnitten liegen. Deshalb übergewichten wir weiterhin die
europäischen Sektoren Basic Resources und Industrials. Untergewichtet bleiben
Food&Beverages, Retail, Media, Travel&Leisure und Real Estate. Der Sektor Chemicals wird
von uns auf Grund der relativ hohen Bewertung als Neutral eingestuft. Innerhalb des DAX
favorisieren wir auf Grund der niedrigen P/B-Bewertung BMW, Daimler, Deutsche Lufthansa,
MAN, Metro, Siemens und ThyssenKrupp. Der Bewertungsspielraum von BASF und Salzgitter
erscheint uns momentan etwas ausgereizt.
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