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16. Oktober 2009, 12:50

EUR-USD auf dem Sprung über die 1,50
Der EUR-USD wird bald die 1,50 überspringen. Zum einen rücken mit steigendem Risikoappetit die Zinsunterschiede in den Fokus der Anleger. Zum anderen gibt die Fed noch nicht zu erkennen, wann sie den Fuss vom Gas nimmt. Diese Konstellation bringt den Dollar als niedig verzinste Währung auf breiter Front unter Druck. Daran wird sich wohl auch in der kommenden Woche nicht viel ändern.

Der US-Dollar wird derzeit von zwei Seiten in die Zange genommen. Zum einen ist der Dollar eine der am niedrigsten verzinsten Währung in der G10-Welt. Die positive Markstimmung-nicht zuletzt aufgrund der überwiegend erfreulichen Unternehmensergebnisse aus den USA-führt dazu, dass risikofreudigere Anleger nach ertragreicheren Anlagen Ausschau halten. Diese finden sie in höher verzinslichen Währungen wie AUD oder NZD. Verstärkt wird der Druck auf den Dollar noch dadurch, dass die Fed keine klaren Signale gibt, wann sie den Fuss vom Gas nehmen wird. Im Gegenteil: einige FOMC-Mitglieder wünschen sich sogar noch eine Ausweitung der Käufe von mit Hypotheken besicherten Wertpapieren (MBS). Zu guter Letzt spricht derzeit auch noch der Trend gegen den Dollar, der auf breiter Front unter Druck steht.
Angesichts der unklaren Signale seitens der Fed werden sich Zinserhöhungsspekulationen vermutlich erst sehr spät in den Dollar-Kursen niederschlagen. Auf kurze Sicht dürfte der Dollar unter Druck bleiben. Hieran werden wohl auch die wenigen anstehenden Konjunkturdaten nichts ändern. Die Zahlen zum Bausektor werdem bestätigen, dass die Korrektur im Wohnungsbau beendet ist. Vor dem Hintergrund der freundlichen Marktstimmung dürften die Daten die Risikofreude der Anleger noch erhöhen, was den Druck auf den Dollar weiter verstärkt. Die Marktteilnehmer müssen sich bei EUR-USD auf Kurse über 1,50 einstellen. Allerdings steigt damit auch das Risiko einer Korrektur in EUR-USD, da laut der IMM-Daten der Commodities Futures Trading Commission (CFTC) bereits außerordentlich hohe spekulative USD-Shortpositionen aufgebaut wurden. Für eine ausgeprägte Korrektur muss sich aber die allgemeine Marktstimmung deutlich eintrüben.




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